Ines Blog https://ibieler.com/blog Kirby Tue, 03 Dec 2019 00:00:00 +0000 Blog-Feed Netzwerke sind die heutige Lernstruktur https://ibieler.com/blog/edu/netzwerke-sind-die-heutige-lernstruktur blog/edu/netzwerke-sind-die-heutige-lernstruktur Tue, 03 Dec 2019 00:00:00 +0000 Genauer nachgefragt:
pu_tweet

Und nun ausführlicher geantwortet:

Netzwerke als neue Struktur im Bildungsbereich zu sehen, resultiert aus meiner eigenen Erfahrung als Lernerin und Lehrerin.
Mit Twitter hat sich für mich gezeigt, dass ich Verbindungen suchen und pflegen muss, um mein eigenes Lernen weiterzugestalten.

Im Moment arbeite ich am Zentrum für Lehrer:innenbildung und zwar nicht in der Lehre. Meine Aufgabe ist es, Netzwerkstrukturen aufzubauen - in meinem Fall zwischen den verschiedenen Phasen der Lehrer:innenbildung.

Ziel

Kommunikation zwischen den einzelnen Phasen ist schwierig, wenig vorhanden und wird durch nicht-kompatible Plattformen erschwert.
Andererseits ist es wichtig, dass sich gerade die Akteure aus den drei Bereichen Lehramtsstudium, Studienseminare und Schule abstimmen. Die Phasen der Lehrer:innenbildung sind aufeinander aufbauend, also muss, um ein konstruktives Arbeiten möglich zu machen, eine Abstimmung erfolgen. Der eine muss wissen, was der andere benötigt und tut.

Deshalb ist die Entwicklung von Netzwerkkompetenz entscheidend.

In Netzwerken arbeiten kann man sicher theoretisch erklären, aber hier hilft wirklich nur machen.

Netzwerke sollen:

  • Ressourcen und Fähigkeiten der Teilgeber bündeln,
  • im Zusammenspiel aller Akteure ermöglichen, mehr zu erreichen als allein,
  • Wissen und Erfahrung zugänglich machen
  • konstruktiv zusammenarbeiten

    Die Stärke von Netzwerken liegt im Austausch.

    Informationen stehen zur Verfügung, Ansprechpartner und damit Hilfe kann angefragt werden. Erfahrungen werden geteilt.
    Und auch dieser Aspekt sollte nicht unterschätzt werden. Das Bereitstellen der eigenen Erkenntnisse gehört mit zum eigenen Lernprozess dazu - ist quasi der Evaluationsschritt.

Netzwerken heißt kommunizieren.

Um diese Kommunikation zu etablieren und voranzubringen und darüber hinaus im besten Fall noch kollaborative Projekte anzustoßen und zu begleiten, habe ich zwei Projekten angeschoben:

Netzwerk zwischen Schule, Studienseminaren und universitärer Lehrerbildung

Hier findet in jedem Schulhalbjahr ein Treffen statt, zu dem Vertreter der drei Bereiche eingeladen sind. Die Treffen haben jeweils einen thematischen Schwerpunkt und sollen vor allem dem Austausch über digitale Lehr-Lernkonzepte dienen. Darüberhinaus soll das Netzwerk auch bei kleineren Projekten hilfreich sein, z. B. der Kooperation zwischen einer Schule und einer Fachdidaktik.
Projekt ist erst als Pilot gestartet und soll nächstes Jahr etabliert werden.
Das Feedback der Teilnehmer ist sehr positiv. Allerdings ist die Teilnahme beim Pilot erstmal reduziert. Für Schulen werden solche Veranstaltungen meist als zusätzliche Belastung wahrgenommen. Da hoffe ich, mit den Ergebnissen des Piltotdurchlaufs den berühmten "Mehrwert" zu zeigen. 😉

Projekt Lehramsstudierende + Berufseinsteiger

Dieses Projekt habe ich mit der Absicht initiiert, um beide genannten Gruppen zu vernetzen.
Lehramtsstudierende übernehmen für eine kurze Zeit den Unterricht von Berufseinsteigern, die wiederum in dieser Zeit die für sie geplanten Fortbildungsveranstaltungen besuchen können. Mein Idee: kein Stundenausfall für die Schule und inhaltlicher Schwerpunkt - didaktische Reflexion des Einsatzes digitaler Tools für beide Teilnehmergruppen. Studierende werden in einem Zertifikatskurs (ICM) vorbereitet. Das Material ist auch den Berufseinsteigern zugänglich.

Weitere Ideen warten noch auf Umsetzung.

Problemen bei der Etablierung und Fortführung von Netzwerkstrukturen:

  • Es ist von Interesse, Engagement der Beteiligten abhängig.
  • Organisation von solchen Netzwerken trifft auf alte Strukturen, die oft hinderlich sind.
  • Phasenübergreifende Kommunikationskanäle müssen erst gesucht oder geschaffen werden.
  • Netzwerkslebenszeit hängt von den Beteiligten ab.
  • Netzwerksvergrößerung stellt neue Anforderungen, verbunden mit neuen Problemen.
  • Netzwerkarbeit ist immer von Personen abhängig, die das Netzwerk tragen.

Meine Hoffnung:

  • Beteiligte erkennen den persönlichen Nutzen für ihre eigene Arbeit und ihr persönliches Lernen.
  • Teilnehmer an den Netzwerken werden zu eigenen Netzwerkknoten.
  • Erkenntnis, dass die Phasen der Lehrer:innenbildung besser miteinander verzahnt werden müssen (von einer anderen Struktur wage ich gar nicht zu reden)
  • Erkenntnis für die Netzwerker, dass alle Phasen voneinander lernen können und sich gegenseitig stützen
  • Es soll deutlich werden, dass die Theorie im Studium nicht einfach abgehakt werden kann und mit dem Referendariat oder mit der beruflichen Tätigkeit nicht ein völlig neuer Abschnitt beginnt, der mit dem Studium nichts zu tun hat. (Oft gehört aber so falsch: Jetzt in der Schule lerne ich erst richtig, was es bedeutet zu unterrichten.)

Deshalb auch über die Arbeit hinaus:

@bildungspunks
"#Beo"
"#nt2t"

Und zuletzt noch einmal Dankeschön für die Frage an @tho_pud

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"Digitale" Schule?! https://ibieler.com/blog/edu/digitale-schule blog/edu/digitale-schule Mon, 02 Dec 2019 00:00:00 +0000 Vielem stellt man in der heutigen Zeit das Adjektiv digital voran. Damit wird suggeriert, dass die entsprechenden Dinge und Prozesse neu und modern sind.
Es erfolgt eine Abgrenzung zum Analogen. Dies lässt bewusst oder unbewusst einen unvereinbaren Gegensatz entstehen, der so nicht existiert.
"Digitale" Schule gibt es so nicht und doch wird oft von ihr geredet.
Wie sieht eine Schule aus, die in der Zeit der digitalen Transformation bestehen will?
Meine Gedanken dazu - mehr Fragen nach dem Gestaltungsweg als Definition.
Und vielen Dank an die Inspiration auf dem #DED19 sowie @joeranDE und @ForumBilDig

digitale_schule
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Lernen unter den Bedingungen der Digitalität https://ibieler.com/blog/edu/lernen-unter-den-bedingungen-der-digitalitaet blog/edu/lernen-unter-den-bedingungen-der-digitalitaet Thu, 17 Oct 2019 00:00:00 +0000 Lernen unter den Bedingungen der Digitalität

Nachdem ich über "Lehrende in der digitalen Welt" meine Gedanken visualisiert hatte, war es logisch, darüber nachzudenken, wie sich der Einsatz digitaler Medien auf das Lernen auswirkt.

Gerade in Vorbereitung der Umsetzung des Digitalpakts ist das ein Thema, das immer wieder nachgefragt und diskutiert wird.
Oft stört mich in den Diskussionen zu diesem Thema die Vorstellung, man müsste das Analoge gegen das Digitale ausspielen.
Auch die digitalen Medien sind Medien - einfach nur Medien. Sie sollten so selbstverständlich werden wie Bücher, Stifte und Hefte.
Beim deren Einsatz verlangt niemand einen extra Nachweis für ihre Nützlichkeit oder stellt überhaupt in Frage, sie einzusetzen.

Wir sollten uns bewusst sein, dass sich Lernen zwar verändert, aber wir auch auf eine bestimmte Basis aufbauen können.
Hierzu meine Gedanken: (es ist noch work in progress)

lernen_unter_den_bedingungen_der_digitalitaet
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Baustelle Bildung https://ibieler.com/blog/edu/baustelle-bildung blog/edu/baustelle-bildung Sat, 05 Oct 2019 00:00:00 +0000 Schule - quo vadis?

Ein immer wieder heiß diskutiertes Thema mit unterschiedlichsten Lösungsvorstellungen.

Ausgangslage

Umbauarbeiten notwendig bei laufendem Betrieb. Allerdings ist die Einsicht in die Notwendigkeit des Umbaus sehr unterschiedlich ausgeprägt.

baustelle

Photo by Josue Isai Ramos Figueroa on Unsplash

  1. Twitterlehrerzimmer
  2. Devise: Macht mal!
  3. Prinzip: Haben wir schon immer so gemacht! Lasst es so!

Während die erste Gruppe beginnt, zu renovieren, schaut die zweite Gruppe interessiert zu, macht aber Platz und wartet auf den Einsatz - wenn alles fertig ist und läuft. Sicher ist sicher, könnte ja sein, dass es sich nicht wirklich was wird - am BER baut man schließlich schon ewig, ohne dass ein Ende anzusehen ist.

Die 3. Gruppe bringt sich lieber in Sicherheit - hält Abstand. Sie halten nichts von der Renovierung. Ihr Befund: System läuft, Änderungen nicht notwendig.
Baulärm, Beratungen und Unwägbarkeiten würde man am liebsten verhindern. Manchmal gelingt das auch erfolgreich - immer dann, wenn Leute diese Gruppe hierarchische Strukturen besetzen und die Schulleitung repräsentieren.
Manchmal klappt das nicht, dann versucht man sicheres Terrain zu finden: Fachgruppen, die eine Renovierung nicht nötig haben; Kommunikationswege und Hierarchieketten, die schon immer so funktioniert haben.

Aber so einfach ist es nicht. Kategorisierungen sind immer schwierig, Schubladendenken sollte man vermeiden. Dies würde den Beteiligten Potenzial zur Entwicklung absprechen.
Und schließlich liegt in der Gemeinschaft auch die Stärke. Alle Kräfte müssen genutzt, alle Stimmen gehört werden. Es sind die Antreiber der Entwicklung ebenso nötig wie die Bedächtigen, die alles in Frage stellen, um sicher zu stellen, dass die Entwicklung vorangeht und Fehler vermieden werden.

An dieser Stelle kommt meiner Meinung nach der Schulleitung entscheidende Bedeutung zu. Sie managt das Zusammenspiel und lenkt die Richtung, setzt Akzente und bestimmt das Tempo. Für Schulentwicklung, für die Transformation von Schule hin zu einem in der digitalen Welt erfolgreich eingebetteten System, hat Schulleitung die Verantwortung und muss damit auch die Haltung und den Willen mitbringen, diese so wichtige Entwicklung zu begleiten, zu fördern und voranzutreiben.

Und hier möchte ich einen Gedanken aufgreifen, den Jan Vedder in seinem Beitrag Komfortzonenverteidigung" erläutert hat - Lehrer*innen sollten in regelmäßigen Abständen (7 - 10 Jahre) die Schule wechseln.

Ich verstehe die Forderung, habe selbst mal gedacht, das sei die Lösung. Aber so einfach ist das eben auch nicht.
Der Fehler wird darin gesehen, die Komfortzone nicht zu verlassen, es sich gemütlich einzurichten und sich langsam aber sicher in Richtung 3. Gruppe zu bewegen.

Gründe, die dagegen sprechen

  1. Entwicklung ist nicht an Jahre gebunden und vorhersehbar. Sie kann eintreten, aber auch nicht - eher oder später.
  2. Mit einem Wechselzwang baut man unter Umständen eine Gegenhaltung, eine Verweigerungshaltung auf. Aber gerade die Einstellung, die Bereitschaft zur Entwicklung bedarf einer intrinsischen Motivation.
  3. Bei einem Wechsel - wer entscheidet über die neue Schule? Macht per se eine neue Zusammenstellung, ein neuer Mix von Kolleg*innen alles besser?

Alternative

Ich sehe die größte Chancen in der Vernetzung und in Strukturveränderungen.

1. Vernetzung:

Schulen, besonders Schulleitungen, sollten zusammenarbeiten, sollten den Austausch sichern. So lassen sich gemeinsam Ideen entwickeln, kann auf Bewährtem aufgebaut werden und Schwierigkeiten zeitig identifiziert werden.

2. Struktur:

Wenn wir Lösungen für Probleme im Bildungsbereich suchen, denken wir in den gegebenen Strukturen.
Diese Strukturen, für eine Bildung im Industriezeitalter unter den Bedingungen der Gutenberg-Galaxis entwickelt, müssen den neuen Entwicklungen angepasst werden:

  • Wissenszugriff orts- und zeitunabhängig möglich
  • exponentiell wachsende Informationsbestände
  • nicht mehr eine lebenslange Berufskarriere, sondern beständiger Wechsel durch lebenslanges Lernen
  • Teamarbeit löst Fließbandarbeit ab
  • Übernahme von einfachen, sich wiederholenden Tätigkeiten durch Maschinen/AI
  • neue Berufe und Berufsfelder entstehen
  • global vernetztes Arbeiten
  • Verantwortung für Nachhaltigkeit
  • ...

Dass die Bildungsinhalte sich ändern müssen (bitte nicht nur oben drauf packen und erweitern) ist allen schon länger klar, aber offensichtlich fehlt es an der Umsetzung. Dafür sind meiner Meinung nach vor allem die veralteten Strukturen verantwortlich, die ein hierarchisches Verlangsamen und Bremsen der Entwicklung verursachen.
Was zu dieser strikt horizontal ausgerichteten Hierarchie fehlt, ist eine vertikale Vernetzung der einzelnen Bildungseinrichtungen. Damit verbunden muss ein Zuwachs an Entscheidungsfreiheit für die einzelne Schule sein.

Wird eine Schulkultur etabliert, die auf die Einbindung aller an Bildung Beteiligten aufbaut, kann Entwicklung gelingen. Alle Stimmen - Lehrerinnen, Schülerinnen, Eltern, außerschulisch Beteiligte - bringen ein Gesamtbild der Gesellschaft ein und lassen Schule nicht als eingekapselten Fremdkörper erscheinen, der Entwicklungen ignoriert und einfach so weitermacht wie bisher. Im Gegenteil, durch die Aussensicht und Beteiligung einer Vielzahl von Akteuren wird auch die Sichtweise eine multiperspektivische und Prioritäten lassen sich leichter abwägen und setzen.

Wenn genug Input von außen vorhanden ist, wird ein (Zwangs)Wechsel nicht nötig sein.

Anderseits weiß ich um die motivierende Wirkung eines Wechsels - habe ich selbst durch.
Aber dies waren gewollte Wechsel. Ich hatte mich entschieden, war bereit für den Wechsel, wollte etwas Neues. Für mich ist diese Haltung eine entscheidende, um aus der Veränderung eine Vorwärtsbewegung zu erreichen.

Schule ist im Moment ein in sich zu sehr geschlossenes System. In der Öffnung liegt eine große Chance für Weiterentwicklung. Weiterentwicklung, die geleistet werden MUSS, ansonsten implodiert das System, wie ich das gern nenne.
“Gewünschte“ Wechsel sollten leichter möglich sein, als sie es heute noch (aus bürokratischen Gründen) sind. Denn sie können ein Motor der Entwicklung sein.

Veränderung ist nicht mit Personalaustausch allein zu erreichen.

Wir müssen ran ans System!😉

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"If you aren't struggling, you aren't really learning." https://ibieler.com/blog/edu/if blog/edu/if Tue, 01 Oct 2019 00:00:00 +0000 Bei den angebenden Links handelt es sich um externe Links.

"If you aren’t struggling, you aren’t really learning."

Dieser Satz ist für mich einer der wichtigsten überhaupt - für Bildung im Allgemeinen, aber auch für Bildung unter den Bedingungen der Digitalität im Besonderen. Und für Lehrende wie für Lernende gleichermaßen gültig.
Hier zeigt sich deutlich die entscheidende Haltung, die eine alte, überholte Lehrhaltung von einer neuen, konstruktivistischen unterscheidet. Und nicht allein der Konstruktivismus ist die Basis, wie ich finde. In einer digital geprägten Welt können konstruktivistische Lehr-Lernszenarien nur stattfinden, wenn man sie unter den Bedingungen des Konnektivismus konzipiert. (Empfehlung zum Weiterlesen:Knowing Knowledge by Georg Siemens)

Also: Raus aus der Welt der Trichter, der Einbahnstraßen in der Bildungswelt.

Der Wissensfluss funktioniert nicht nicht mehr in nur eine Richtung, auch Lehrende sind Lernende.
Lehrenden besitzen keine Wissenshoheit mehr - sie können Wissen nicht mehr zuteilen, sie werden hinterfragt. Und sie können nur bestehen und selbst lernen, wenn sie in Netzwerken arbeiten - sich austauschen und voreinander lernen. Wie ihre Schüler*innen!

Aber nicht nur die Lehrenden - ihre Haltungen und Methoden z.B. - werden hinterfragt, sondern das Wissen an sich. Und dabei muss man zwischen Information und Wissen unterscheiden.

Wissen und Informationen

Informationen sind schnell verfügbar. Sie liegen z.B. als Fakten oder Daten vor.

Wissen ist das, was man daraus macht - die Verknüpfungen, Wertungen, Einordnungen - eben das, was früher durch Lehrende vorgegeben wurde. Wissen wurde kategorisiert und katalogisiert. Schulen und Universitäten haben Wissen in Fächer oder Gebiete eingeteilt und quasi in Kartons verpackt - ein super Ordnungssystem.
(siehe heutige Schulfächer)
Diese Zeit des Containerwissens aber ist vorbei. Wissen ist eben nicht nur die Information über eine Sache, sondern auch, wie ich diese Sache anwende, welche Haltung ich zu ihr habe, mit welchen anderen Dingen ich sie in Beziehung setze und wo ich weitere Informationen finde. Nicht zuletzt gehört auch die Veränderung, Anpassung oder Erneuerung bzw. Widerlegung dazu.
Es gilt also für alle Lernenden:

If you aren't struggling, you aren't really learning."

struggel in/of/for teaching

Aufgabe der Lehrenden ist es, den Lernenden bei der Konstruktion der Zusammenhänge zwischen diesen Informationen hilfreich zur Seite zu stehen, sie zu unterstützen.
Damit definiert sich hier eine neue Rolle, ein neues Selbstverständnis der Lehrenden.

Aber darüber hinaus müssen Lehrende auch für die Bedingungen sorgen, in der dieser Lernprozess stattfindet. Hier überwiegt Teamarbeit.
Gemeinsame Projekte, die initiiert, geplant, erarbeitet, präsentiert und reflektiert werden, sind immer Prozesse, in denen Lernende zusammenarbeiten. Je nach Fähigkeiten und Vorlieben, aber auch nach Bedarfen und aus Zwängen heraus werden Arbeiten aufgeteilt. Networking ist notwendig. Dies erfordert auch eine Begleitung durch den Lehrenden.
Gut, wenn die Lehrenden wissen, wie das funktioniert.
In diesem Bereich - Zusammenarbeit, Lehrende als Teamplayer - sehe ich noch großen Bedarf in der LehrerInnenbildung, vor allem im Lehramtsstudium. Projektplanung, agiles Management, Leadership und Personalführung - heißt: solche Qualitäten gilt es auch auszubilden. Sie müssen Bestandteil von Studium und Fortbildung sein - noch besser ist es, wenn sie normaler Bestandteil des Workflows der Lehrenden sind und sie somit die Vorbildrolle einnehmen, mit der sie ihre Schüler*innen inspirieren.

Lehrenden müssen Lernende auf dem Weg des Lernens begleiten und dafür sorgen, dass Lernen ein aktiver - und das heißt für mich auch ein anstrengender und motivierender - Prozess ist.
Nur in der Auseinandersetzung mit den Informationen, Gegenständen, Prozessen und Menschen eigenen wir uns Kompetenzen an, die wir für die Gestaltung der Zukunft benötigen.

Lernen als lebenslanger Prozess, in dem Wissen durch die Zusammenarbeit in Netzwerken immer wieder neu durch die Lernenden konstruiert wird - Idealbild und Gegenentwurf zum Nürnberger Trichter.
Der machte Lernen (angeblich) einfach. Wissen wurde als Schüttgut betrachtet, gut verpackt in Containern - eine fertige, in Portionen zugeteilte Menge, die der Lernende übernehmen sollte. Einmal einverleibt, sollte Wissen gespeichert sein und nur weitere Übungen zur Festigung wären notwendig.

Aber Wissen ist weder fertig, noch lässt es sich in Lernende übertragen.
Wissen ist in einer digitalen Welt fluide. Es verändert sich, wächst, neue Zusammenhänge werden erkannt, bisher noch nicht gemachte Entdeckungen müssen integriert werden. Hier steckt das Lernen, die Auseinandersetzung, die Freude, der Wissenszuwachs - mit anderen und durch andere - zusammen. Denn das Lernen muss sich der Realität anpassen und die liegt im Netzwerk.
Die Wissenscontainer öffnen und den Inhalt miteinander verbinden, neu strukturieren, ... eben lernen!

All dies ist für viele von uns selbstverständlich - aber trotzdem wird an einem starren Bildungssystem festgehalten, dass nicht oder nur ungenügend auf diese veränderten Bedingungen reagiert.
Mehr Fluidität würde allen Phasen der Lehrer*innenbildung gut tun.

Wir leben im 21. Jahrhundert, dann lasst uns auch so lernen.

Der Titel dieses Blogposts ist dem unten verlinkten Artikel entnommen. Für den vollständigen Beitrag bitte auf das Bild klicken.

Link:https://news.stanford.edu/2019/09/30/embrace-struggle-education-professor-challenges-common-beliefs-teaching-learning/

struggle

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Bildungsbrunch Kassel 2019 https://ibieler.com/blog/events/bildungsbrunch-kassel-2019 blog/events/bildungsbrunch-kassel-2019 Sun, 22 Sep 2019 00:00:00 +0000 Nun ist es schon wieder vorbei - das vertikale Barcamp anlässlich unseres dritten Bildungsbrunches.
Die Eindrücke sind noch frisch und ich möchte die Rückfahrt nutzen, um meine Gedanken etwas zu sortieren.

Warum ich immer wieder das Barcamp-Format liebe

Es ist jedes Mal wieder beeindruckend zu erleben, wie aktivierend ein Barcamp ist. Nicht nur neue Leute, sondern vor allem die vielen neuen Ideen sind eine Bereicherung. Da ist auch die lange gemeinsame “Barcamp-Erfahrung” kein Grund, nicht wieder ein neues Thema aufzumachen oder an “alte” Gespräche anzuknüpfen und sie mit weiteren Erfahrungen anzureichern.
Manchmal ist es aber auch das private Gespräch zwischendurch, die persönliche Ebene, die so wichtig ist. Denn Lernen ist immer auch Kommunikation und Beziehungsarbeit.
Ein weiterer Punkt, den ich am Barcamp liebe, ist der Überraschungsfaktor. Man kann sicher eine Menge vorbereiten, aber der Input, der dann von den Teilgebern eingebracht wird , ist bisher immer wieder grandios gewesen - neue Themen, neue Sichtweisen und Gedanken, spannende Projekte oder Ideen zur Vernetzung.

Warum ich das vertikale Format wiederholen würde

Bei unserem Barcamp in Kassel haben wir eine neue zeitliche Anordnung der Session getestet - und mir hat das sehr gut gefallen. Aus 45 Minuten Einzelsession gab es 90 MInuten Doppelsession.
Es gab Angebote in beiden Formaten. Fazit: lässt sich gut kombinieren.
Die 90 Minuten geben endlich ausreichend Zeit für

  • praktische Erprobung (lief sehr gut z.B. Bei der Calliope-Session)
  • tiefergehende Diskussionen (war bei der Runde zur Schulentwicklung perfekt)

Als sehr praktikabel hat sich für mich auch das Zusammenlegen einiger Sessionangebote erwiesen. Bei einer strikten 45-Minuten-Einteilung neigt man dazu, auf Grund der Kürze der Zeit, nicht weiter über thematische Überlagerungen nachzudenken.
In Kassel haben wir vier ähnliche Themen zur Schulentwicklung zusammengelegt mit dem Ergebnis:

  • viele Teilgeber in der Session
  • großer inhaltlicher Input mit Beteiligten aus unterschiedlichen Bereichen
  • große Vielfalt an Meinungen
    = gelungener Austausch.

In anderem Setting hätten die Sessions vereinzelt und mit jeweils weniger Teilnehmern auch auf Grund der parallelen Struktur eines Barcamps stattgefunden. Dagegen haben die 90 Minuten ausreichend (naja, wir hätten auch sicher noch weiter diskutieren können) Zeit auch für eine größere Gruppe geboten.

Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule Kassel

Auch auf diesem Wege noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an Thomas Maxara (@tmaxi) für die Möglichkeit, mit dem Bildungsbrunch bei ihm an der Schule Gast sein zu duerfen.
Eine tolle Schule mit einem offenbar sehr gut aufgestellten und schon lange digital interessierten Kollegium. Viele Teilgeber betraten das riesige Lehrerzimmer mit einem “Wow”! Beeindruckend auch die schon 2003 nach modernem Konzept geplanten Computerräume.
Andererseits konnte auch einer der Teilgeber für den Wow-Effekt bei einem Schulleitungsmitglied sorgen. Heiko Wagner (@Radrenner) war mit großem Equipment angereist - 3D-Druck. Das musste unbedingt inspiziert werden.

networking, networking, networking

3 Länder

5 Bundesländer

... sind eine perfekte Ausgangsbasis für das Netzwerken. Gerade im foederalen System ist dieser Austausch gewinnbringend und notwendig. Hier liegt großes Potential auf informellem Weg die Schranken abzubauen, die Bürokratie aufbaut. Synergien können sichtbar gemacht werden, Partner gefunden und Kollaborationen angestoßen werden.

Fazit und Ausblick

Schön wars. Unbedingt wieder. Und es hat schon sich schon ein neuer Gastgeber für September 2020 gefunden und uns in den hohen Norden eingeladen. Jens (@KaeptnKeks) will ein Bildungsbrunch in Schleswig-Holstein ermöglichen. Wir würden uns riesig freuen und halten euch natürlich auf dem Laufenden.

So - Zugfahrt fast beendet. Erste Eindrücke verarbeitet. Bilder folgen.

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Workshop "Phasenübergreifendes ePortfolio in der Lehrer*innenbildung" https://ibieler.com/blog/events/workshop-phasenuebergreifendes-eportfolio-in-der-lehrer-innenbildung blog/events/workshop-phasenuebergreifendes-eportfolio-in-der-lehrer-innenbildung Tue, 17 Sep 2019 00:00:00 +0000 Bei den angegebenen Links handelt es sich um externe Links.

Auf der BAK-Tagung in Kaiserslautern werden mein Kollege Renè Barth vom D3-Projekt der MLU Halle-Wittenberg und ich am 18. und 19.09.2019 einen Workshop zu oben angegebenem Thema anbieten.

In den Zeiten der digitalen Transformation haben sich nicht nur die Verfügbarkeit von Wissen verändert, sondern auch Arbeitsweisen. Digitale Medien ermöglichen und erfordern Kompetenzen wie Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität auf einer neuen Stufe.
Diese 21st century skills sind so neu nicht, aber ihnen kommt unter den Bedingungen der Digitalität ein höherer Stellenwert zu als bisher.

Bildung muss auf veränderte Bedingungen nicht nur reagieren, sie sollte sie auch gestalten, denn die zukünftige Generation bestimmt die weitere Entwicklung.

Um Kinder und Jugendliche auf neue gesellschaftliche Bedingungen und eine veränderte Arbeitswelt vorzubereiten, ist es unabdingbar, dass Lehrende darauf vorbereiten können. Sie müssen diese Kompetenzen selbst beherrschen und sich ihrer Bedeutsamkeit bewusst sein.

Die Workshopteilnehmer sollen das ePortfolio als Instrument und Methode verstehen, diese 21st century skills umzusetzen. Schon zukünftige Lehrer*innen sollten so an die kommunikative und kollaborative Portfolio-Arbeit herangeführt werden. Nur so erfahren und praktizieren sie die Bedeutung der 4K, erkennen die positiven Seiten von Feedback, Reflexion und formative assessment.

Hier finden sich im Anschluss einige Materialien des Workshops. Da Folien ohne den dazugehörigen Vortag wenig verständlich sind, habe ich hier zuerst eine kurze Zusammenfassung wichtiger Aussagen als Adobe Spark Page (story telling-Form; hoffe, es ist so für Interessierte besser nachzuvollziehen):

https://spark.adobe.com/page/XkAC34FATd21m/

Materialien für den Workshop:

Für Keynote-Präsentation bitte Bild anklicken.

eportfolio_start_folie

Hier der Link zur Präsentation von René Barth: (text:ePortfolio in der Deutschdidaktik - D3-Projekt, MLU Halle-Wittenberg
link:https://ibieler.com/content/3-blog/1-events/9-workshop-phasenuebergreifendes-eportfolio-in-der-lehrer-innenbildung/praesentation-bak.pdf)

Linkliste zum Wakelet, Literaturliste, weitere Materialien:
docs.google.com/document/d/179BoLoJaUl2xBGx9VebqRV0vtc7fKjHvzYHguPqRKT0/edit?usp=sharing

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#KonfBD19 https://ibieler.com/blog/events/konfbd19 blog/events/konfbd19 Fri, 13 Sep 2019 00:00:00 +0000 Meine Eindrücke von der Konferenz Bildung Digitalisierung 2019 - eine visuelle Sammlung.

konfbd
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Digitale Medien gehören in die Schule! https://ibieler.com/blog/edu/digitale-medien-gehoeren-in-die-schule blog/edu/digitale-medien-gehoeren-in-die-schule Tue, 10 Sep 2019 00:00:00 +0000 Digitale Medien gehören in die Schule!

Dieser Satz - mit Ausrufezeichen - musste einfach mal raus.

Nach Lesen eines Artikels, in dem dargestellt wurde, wie von einem Ansatz "alles digital" zu einem Umdenken und Nachdenken im Sinne "alles Digitale aus der Schule" gehandelt wurde, musste ich meine Gedanken sortieren.

Viele neue Dinge, ob Geräte, Ideen und Konzepte, müssen erprobt werden. Nie weiß man von Beginn an, ob etwas erfolgreich läuft. Allerdings darf uns das nicht davon abhalten, etwas auszuprobieren.

"Nichtstun ist eine der größten und verhältnismäßig leicht zu beseitigenden Dummheiten. (Franz Kafka)

Neues muss sich bewähren - ohne Frage. Aber mittlerweile kann man bei digitalen Medien nicht mehr von NEU reden:

  • seit 1969 Internet
  • seit 1984 email
  • seit 1991 www

Ohne Medien konnte noch nie unterrichtet werden.
Nun sind neue Medien vorhanden - warum sie also nicht erkunden, testen, erproben, reflektieren und evaluieren.
Hier erschließen sich ungeahnte Möglichkeiten!

Deshalb:

digitale_medien_blog
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Digitalpakt -Verheißung, Versprechen und die Realität https://ibieler.com/blog/edu/digitalpakt blog/edu/digitalpakt Wed, 12 Jun 2019 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich, falls nicht anders angegeben, um externe Links.

verheißungsvoll

Lang ersehnt und doch immer wieder verschoben - nun endlich soll Geld in die Bildung fließen:

versprochen

5,5 Milliarden - über 5 Jahre
... und zwar für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik.
Hört sich nach einer ganze Menge an - aber das BMBF selbst rechnet vor:

Realität

"Rein rechnerisch bedeutet dies für jede der ca. 40.000 Schulen in Deutschland im Durchschnitt einen Betrag von 137.000 Euro oder umgerechnet auf die derzeit ca. 11 Millionen Schülerinnen und Schüler eine Summe von 500 Euro pro Schüler."
(https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.php)

Diese Zahlen relativieren die Erwartungshaltung wieder.

Fazit

Jetzt geht es, falls noch nicht geschehen, an das Schreiben der
technisch-pädagogischen Konzepte oder gegebenenfalls an das Überarbeiten.
Bestenfalls kommen alle Beteiligten ins Gespräch über den Stellenwert und die Ausgestaltung von Bildung in einer digitalisierten Welt.

Dies ist für mich der positive Anschub durch den DigitalPakt Schule - die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Notwendigkeiten, die die digitale Transformation für Schule bedeutet.
Hier liegt ein großes Potential für die Schulen - auszuloten,

  • wie Unterricht, Schule, Bildung sich bereits verändert haben,
  • welche notwendigen Korrekturen vorgenommen werden müssen
  • welche Austattung für eine zeitgemäße Bildung unter den Bedingungen der Digitalität als Basis vorhanden sein muss (auch perspektivisch)
  • welche didaktischen Konzepte den Anforderungen an Bildung im 21. Jahrhundert gerecht werden
  • mit welchen Medien, Werkzeugen und Methoden diese Konzepte unterstützt werden können
  • wie Lehrer*innenbildung in allen Phasen (Studium, Vorbereitungsdienst, berufliche Tätigkeit) umgestaltet werden muss

Dies alles sind Chancen, Bildung an den neuen Möglichkeiten, die die digitale Transformation bietet, anzupassen und auch strukturell aus dem 19. Jahrhundert zu holen. Ein Schritt in die richtige Richtung, der Beginn eines Marathons - da brauchen wir alle noch viel Ausdauer und Geld. 😉

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Ein Plädoyer für große Schritte https://ibieler.com/blog/edu/ein-plaedoyer-fuer-grosse-schritte blog/edu/ein-plaedoyer-fuer-grosse-schritte Sun, 05 May 2019 00:00:00 +0000 Ein Plädoyer für große Schritte

plaedoyer

Philipp Riederle hat als Vertreter der digitalen Generation einen Brief an die Hochschulen geschrieben - nachzulesen hier

Er beschreibt eine Erwartungshaltung der Studierenden:
Endlich zu Euch, endlich Bildung am Puls der Zeit. Bei Euch wird hochtechnologisch geforscht, Ihr gestaltet die Welt von morgen. Nirgendwo sonst kommen wir der Zukunft näher! Oder?

Und mal ehrlich - Hochschulen können diesen Erwartungen kaum gerecht werden, allenfalls in einigen wenigen Bereichen. Was benötigt wird, ist aber ein Studium, das der Heterogenität der Studierenden gerecht wird und eine Flexibilität anbietet, die es ermöglicht, auf individuelle Erfordernisse, Interessen und Haltungen zu reagieren.

Deshalb ist die "Netflix-Uni" ein Gedankenspiel wert. Sie bietet die passende Struktur für die Heterogenität, da sie die Bedingungen der Digitalität nutzt. Durch Flexibilisierungen der Angebote, Vielfalt der Inhalte und Varianz hinsichtlich Zeit und Ort eröffnen sich neue Möglichkeiten des Studierens.

Ich sehe auf diese Idee aus der Sicht des Lehramtsstudiums und erkenne vor allem Potential hinsichtlich der in Bildung benötigten Anforderungen des fächer- und auch schulformverbindenden Unterrichts. Immer wieder wird der Stellenwert des projektbezogenen Unterrichts betont - aber während des Studiums findet kaum eine Kooperation in dieser Richtung statt. Schaut man in die Schulrealität, begegnen uns aber zahlreich Kolleg*innen, die fachfremd unterrichten und/oder an andere Schulformen abgeordnet werden.
Sollte es da nicht an der Zeit sein, die Studierenden und Lehrer im Vorbereitungsdienst auf diese Realität vorzubereiten?
Aus der Perspektive des Lehramtsstudiums ließe sich das bis in den Vorbereitungsdienst/Referendariat hineindenken. Eine engere Verschränkung von Theorie (Studium) und Praxis (Vorbereitungsdienst) ist dadurch möglich. Somit ließen sich diese Strukturen neu organisieren und zwar im Sinne nicht nur einer Verzahnung der Phasen, sondern eines Ineinanderaufgehens.

Die dafür notwendigen Änderungen bedürfen radikaler Schritte.
Das Zauberwort heißt Vernetzung.

  • Die Angebote der Hochschulen sind als wirkliche Angebote - zur Auswahl, einzeln - zu organisieren.
  • Zu erbringende Leistungen sind in den Modulbeschreibungen ersichtlich.
  • Materialien stehen am besten als OER zur Verfügung.
  • Gleichzeitig ist es, ganz im Sinne des lebenslangen Lernens, möglich, als Einsteiger/Praktikant zu arbeiten und die Praxis mit der Theorie zu verbinden.
    So besteht auch die Möglichkeit, sich nicht in vorgefertigten Schemata zu bewegen, sondern die eigene Entwicklung selbstbestimmt auszurichten und zu organisieren.

Die großen Schritte liegen wie immer in der Haltung. Gerade Hochschulen, wie von Riedle als Gestalter der Zukunft beschrieben, müssen sich dieser Verantwortung bewusst sein und Entwicklung ermöglichen und vorantreiben. Dies erfordert Mut zu

  • bisher unkonventionellen Entscheidungen,
  • Infragestellen und Aufbrechen alter Strukturen
  • Vernetzung intern und extern
  • Offenheit

Vor allem erfordert es ein growthmindset, das man von Hochschulen erwarten kann.

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Bildungsdilemmata https://ibieler.com/blog/edu/bildungsdilemmata blog/edu/bildungsdilemmata Sun, 28 Apr 2019 00:00:00 +0000 Irgendwie ist es in letzter Zeit sehr spannend im #Twitterlehrerzimmer - immer neue Ideen, Diskussionen und stetiges Lernen durch Austausch.

Hier meine Perspektive zur Diskussion über Perspektiven 😉
Mit Dank an @mediendidaktik_ und @jjjmare und @TobiRaue für den Denkanstoß.

Und da schon so viele neue Ideen dazukommen, bleibe ich einfach beim Darstellungsformat. Hat ganz pragmatische Gründe: damit kann ich zur Zeit am besten meine Gedanken sortieren. 🤓

bildungsdilemmata
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Digitalität schreibt sich mit K https://ibieler.com/blog/edu/digitalitaet-schreibt-man-mit-k blog/edu/digitalitaet-schreibt-man-mit-k Wed, 24 Apr 2019 00:00:00 +0000 Digitalisierung oder digitale Transformation - Bezeichnungen tauchen immer neue auf. Aber häufig verbinden sich damit auch bestimmte Grundeinstellungen zum Thema. Ich habe mich für Digitalisierung entschieden und zwar mit einer besonderen Schreibweise 😉

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digitale Didaktik https://ibieler.com/blog/edu/digitale-didaktik blog/edu/digitale-didaktik Tue, 09 Apr 2019 00:00:00 +0000 Wie sollte Unterricht unter den Bedingungen der digitalen Transformation gestaltet werden? Was man aus den 10 Merkmalen guten Unterrichts machen könnte ...

Hier eine kurze Übersicht zu 10 Merkmalen von Unterricht unter den Bedingungen der Digitalität:

Bei den Links handelt es sich um externe Links.

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Bildungsverständnis im Transformationsprozess https://ibieler.com/blog/edu/bildung blog/edu/bildung Wed, 27 Mar 2019 00:00:00 +0000 Veranstaltungen, Bücher, Gespräche - alles bedeutet Information und neues Wissen. Gleichzeitig führt es auch zum Infragestellen alter Vorstellungen.
Ich hatte das Gefühl, dass ich mal meine Gedanken sortieren musste. Und am besten visuell - aus 3 Gründen:

  1. Vorstellungen und Ideen lassen sich gut bildlich darstellen.
  2. Sketchnotes lassen sich bei Workshops, Seminaren oder ähnlichen Veranstaltungen wiederverwenden und bieten eine hervorragende Diskussionsgrundlage.
  3. Ich will sketchnotes üben. 😉

Ich wollte unterschiedliche Vorstellungen von Bildung gegenüber stellen. Wir lehren und lernen in einer Zeit der Transformation. Für mein Verständnis ist deshalb wichtig zu wissen, wo wir uns in diesem Transformationsprozess befinden. Mindestens genauso wichtig ist für die Bewegung im Transformationsprozess die Vision. Denn ein Ziel ist wichtig für die Orientierung.
Diese Verortung der eigenen Position und des Ziels sind immer in Entwicklung und müssen an neue, veränderte Bedingungen angepasst werden.
So sind die beiden Sketchnotes einmal als Ausgangslage und zum anderen als mögliche Vision zu verstehen.
Die Idee basiert auf Aussagen in "Bu-i-lding 4.0: Wissen in Zeiten technologischer Reproduzierbarkeit" von A. Laurençon und A.C. Wagner.

haus
netzwerk
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best practice https://ibieler.com/blog/edu/best-practice blog/edu/best-practice Mon, 11 Mar 2019 00:00:00 +0000 Die aktuelle Beitragsparade der Bildungspunks fragt nach best-practice-Beispielen.

Ich habe mich dann erstmal gefragt:

  • Was ist das überhaupt - best practice?
  • Gibt es Kriterien zur Einschätzung und Bewertung?
  • Ist es das eine tolle Beispiel, das z.B. bei meiner Kollegin im Unterricht so wunderbar funktioniert hat?
    Oder gehört mehr dazu?

Hier meine Überlegungen:

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Leitlinien zur Lehrer*innenbildung https://ibieler.com/blog/edu/leitlinien-zur-lehrer-innenbildung blog/edu/leitlinien-zur-lehrer-innenbildung Mon, 04 Mar 2019 00:00:00 +0000 Überlegungen zur Struktur der Lehrer*innenbildung

Meine ersten Ideen zur Organisation und Struktur der Lehrer*innenbildung hatte ich in einem Tweet zur Diskussion gestellt und um eure Meinung gebeten.

tweet_leitlinien

Vielen Dank für eure Unterstützung, Hinweise und Ideen - @flowcampus, @DanielaLund, @mikemuell, @EnsOeser, @KaeptnKeks, @21stCenturyE, @unv_nunftbegabt, @Mehmeti2Burim, @forschercoach, @AlexMTeach, @InesMueVo, @Helmutsdottir, @BioCheMaria1, @BirgitLachner, @FrauWenisch, @neues_vom, @kuloehr, @klirrtext, @tom_nolte, @soelmann, @alextee, @BoetcheKerstin, @Alois_123, @voetzi, @MrGrokNRoll, @wachalalguapo

Meine Absicht war es, die Struktur der Lehrer*innenbildung in Frage zu stellen - neu zu durchdenken. Denn auch dieser Bereich muss sich nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch an die neuen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anpassen.
Insofern sind auch alle Hinweise zu inhaltlichen Fragen wichtig, ich werde mich allerdings nur auf Strukturen der verschiedenen Phasen beziehen.
Der erste Punkt der Aufzählung bildet da eine Ausnahme:

1. Der Einsatz digitaler Medien muss selbstverständlich, in Studium und Vorbereitungsdienst curricular verankert sein und die Medienauswahl muss nach didaktisch-methodischen Kriterien erfolgen.

Ich glaube, dass es notwendig ist, dies als Basis des Arbeitens in der Lehrerinnenbildung nochmals zu formulieren, denn digitalisierungsbezogene Kompetenzen müssen sowohl für zukünftige als auch jetzt tätige LehrerInnen zur Selbstverständlichkeit gehören, gerade im Hinblick auf Kollaboration und außerschulische Kooperationen.

Allgemeine Aussagen:

2. Die Verzahnung aller 3 Phasen der LehrerInnenbildung (Studium, Vorbereitungsdienst, Job) ist Grundlage einer erfolgreichen Arbeit und muss als Kommunikations- und Kollaborationsnetzwerk für Theorie-Praxis- und Praxis-Theorie-Transfer etabliert werden.

Für die 1. Phase:

3. Die strenge Abgrenzung nach Schulformen muss aufgelöst werden und den Anforderungen an steigende Abiturientenzahlen, der steigenden Nachfrage nach Gemeinschaftsschulen und den Herausforderungen durch Heterogenität und Inklusion nachkommen.
4. Das Lehramtsstudium muss fächerverbindendem Projektunterricht und selbstorganisiertem Lernen Rechnung tragen. Dafür müssen Kooperationen der Fachdidaktiken auch currricular verankert werden.

Für die 2. Phase:

5.LehrerInnen im Vorbereitungsdienst (LiV) wird ein flexibler, gleitender Übergang in die Berufstätigkeit ermöglicht durch eine begleitende Beurteilung ("formative assessment"), die auf dem Führen von ePortfolios basiert und zum Bestehen des Vorbereitungsdienstes führen soll. Dies kann zeitlich flexible, nach 12 bis 24 Monaten erfolgen - unterstützt vom Studienseminar.

Für die 3. Phase:

6. Berufseinsteigern (bis zu 7. Jahr Berufserfahrung) werden in Zusammenarbeit mit Lehrenden der 1. und 2. Phase spezielle Kollaborationsangebote zur weiteren Professionalisierung und Festigung der Lehrerpersönlichkeit angeboten.
7. Studierende, LiV und LehrerInnen bilden (digital vernetzte) pädagogische Fortbildungsgruppen zur gemeinsamen Planung, Beratung, Durchführung, Reflexion und Evaluation von Unterricht und Seminaren.
8. Die auf dieser Basis entstehenden Produkte (Stunden- und Projektplanungen, didaktische und Medienkonzepte, ...) werden als OER auf geeigneten Plattformen der Lehrerinstitute oder Universitäten zur Verfügung gestellt.
9. Neben der Arbeit in den kleinen Fortbildungsgruppen bedarf es einer regionalen, bundesweiten und auch globalen Vernetzung in neuen Formaten (Meetup, Barcamp), um als Netzwerkknoten interne mit externen Schnittstellen kontinuierlich verbinden zu können.

Um Kollaboration und Vernetzungen, wie sie oben genannt wurden, realisieren zu können, ist es zwingend erforderlich den Lehrenden ausreichend Zeit zur Verfügung zu stellen (von der technischen Ausstattung rede ich jetzt lieber nicht 🙈). So kann beispielsweise von den 25 Stunden, die ein Gymnasiallehrer pro Woche unterrichten muss, ein Teil für solche Projekte angerechnet werden. Ich könnte mir ein Verhältnis von min. 22 Stunden Unterricht / 3 Stunden Kollaboration-Projekte (idealerweise 20/5) vorstellen - und damit verlassen wir den Bereich der Realität. Leider! Aber wo wären wir ohne Träume und Idealismus.

Und wer noch mehr Input benötigt - bitte hier entlang:

wakelet_lehrerbildung
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SGS - Schüler*innen geführter Sprechtag https://ibieler.com/blog/edu/sgs-schueler-innen-gefuehrter-sprechtag blog/edu/sgs-schueler-innen-gefuehrter-sprechtag Fri, 01 Feb 2019 00:00:00 +0000 Vom Elternsprechtag zum Schüler*innen geführten Sprechtag (SGS)

Elternsprechtage - für viele Beteiligte, egal ob SchülerInnen, LehrerInnen oder Eltern sind damit Unbehagen verbunden: lange Wartezeiten, schnelle "Abfertigung", über SchülerInnen geredet, aber ohne sie selbst als Gesprächspartner dabei zu haben.
Auch abgesehen von vielen organisatorischen Schwierigkeiten waren oder sind die Ergebnisse oft unbefriedigend.

Hier 2 Beispiele aus der Twitter-Diskussion:

tweet_sgs
tweet_sgs2

Die SchülerInnen in den Mittelpunkt ihres eigenen Lernens zu stellen, sollte Maxime des Lehrerhandelns sein. Warum also nicht auch SchülerInnen die Verantwortung für diese Bilanz- und/oder Zielgespräche geben?

Das bedarf einer gewissen Vor- und Nachbereitung. Aber für alle Beteiligten eine lohnenswerte Aufgabe, denn hier steckt viel Potential besonders für die Metakognition der SchülerInnen drin, aber auch Infos, Rückmeldungen, Feedback für Eltern und LehrerInnen. Besonders die Arbeit auf der Beziehungsebene sollte genutzt werden und alle Akteure sich in ihren Anstrengungen abstimmen.

An vielen Schulen wird eine solche oder ähnliche Vorgehensweise schon praktiziert, aber nicht nicht an allen. deshalb hier eine kurze Handreichung - bestehend aus

  1. Selbstreflexionsbogen für SchülerInnen
  2. Hinweise zu Ziel, Ablauf und Aufgaben im Gespräch
  3. Evaluationsbogen für LehrerInnen zur Auswertung/Einschätzung der Veränderungen

Die Arbeitsblätter stehen unter CC0 und können/sollen angepasst werden.

Viel Erfolg!

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Wer sucht, muss reflektieren https://ibieler.com/blog/edu/wer-sucht-muss-reflektieren blog/edu/wer-sucht-muss-reflektieren Sun, 20 Jan 2019 00:00:00 +0000 Gerhard Brandhofers Standardantwort Nr. 2: Wir wissen nur ansatzweise, wie Unterricht unter den Bedingungen der Digitalität aussehen wird, führt mich zu 3 Schlussfolgerungen.

Nichts ist in Zeiten der digitalen Transformation so sicher wie die Ungewissheit. Diese löst natürlicherweise Unsicherheit aus. Um beim Brandhofers Bild vom Lauf durch das Flussbett zu bleiben, bilden sich 3 Personengruppen.

  1. Einige bleiben am Ufer der Gutenberg-Galaxis stehen. Gründe dafür gibt es viele - Angst, Desinteresse, Überforderung, aber auch eine Haltung des Abwartens und Beobachters, des Abwägens. Diese Gruppe zeichnet eine pessimistische Grundhaltung gegenüber Neuem und Veränderungen aus. Sie haben aber gleichzeitig eine sehr wichtige Aufgabe für die Entwicklung - sie sind in vielen Fällen das notwendige Korrektiv, das Fehlentwicklungen aufzeigt, vielleicht sogar verhindert.
  2. Viele machen sich auf den Weg und wollen die Überquerung wagen - Motto: auf zu neuen Ufern. Man ist wagemutig, motiviert und optimistisch. Allein - dies reicht nicht aus. Beide Ufer sind weit voneinander entfernt, außer Sichtweite. Eine Richtung lässt sich nur abschätzen. Nicht nur, dass man die Richtung verlieren kann, nein, man kann auch die kleinen Erhöhungen im Flussbett schon fälschlicherweise als Ziel ausmachen und eine Ankunft in der Turing-Galaxis ausrufen - mit neuen Konzepten und Modellen, die aber bei genauerer Analyse unter den Bedingungen der Praxis nicht standhalten.
  3. Einige Visionäre sehen das Ufer oder vielleicht glauben sie auch nur es zu sehen. Sie versorgen die Laufenden/Suchenden mit Zielvorstellungen, mit Lösungsvorschlägen, aber auch mit Kritik des Erreichten.

Alle 3 Gruppen sind unabdingbar. Das Sich-auf-den-Weg-machen ist genau so wichtig, wie die kritischen und die visionären Stimmen, die Orientierung geben oder zur kritischen Betrachtung auffordern.
Aber was bedeutet das für Unterricht, für Schule, für Bildung?

1. Theorie-Praxis-Vernetzung

Wir brauchen ein anderes Verständnis der Entwicklung von Unterrichtsmodellen - wir brauchen einen agil-reflektierten Unterricht.
Modelle, neue Ansätze von Lehren und Lernen unter den Bedingungen der Digitalität müssen ständig entwickelt und angepasst werden. Sie müssen aber auch immanent reflektiert werden. Der Prozess eines "formative assessment", wie er für Unterricht oft gefordert wird, muss auch für die Entwicklung von neuen didaktischen Konzepten gelten. Und hier hilft nur eine engere Vernetzung von Theorie und Praxis.

2. Agil Reflektieren

Reflexion und Evaluation sind notwendig - haben einen großen Stellenwert für die konzeptionelle Entwicklung einer neuen Lernkultur. Aber bitte praxisbegleitend, mit schnellen Möglichkeiten des Eingreifens und Reagierens. Also agiles Vorgehen auch in diesem Prozess.
Studium und Unterricht müssen als Einheit gesehen werden und das vorhandene Potential ausgeschöpft werden. Die theoretischen (hoffentlich visionären) Kenntnisse und Vorstellungen, die an Universitäten und Hochschulen diskutiert und entwickelt werden, müssen praktisch erprobt werden. Was ist machbar, umsetzbar, erfolgreich?
Rückmeldungen aus der Unterrichtspraxis zeigen dann sehr schnell - um wieder das Bild der Flussüberquerung aufzugreifen - ob die Richtung stimmt. Studierende, fachdidaktisch begleitet, also auch die Hochschullehrenden des Lehramtsstudiums, sollten verstärkt den Kontakt zu Schulen und Studienseminare suchen und aufbauen. Hier brauchen wir mehr Kommunikation und Kollaboration. Dies soll zum kritischen Hinterfragen des Ist-Zustandes in Schule und zur Erprobung der an Hochschulen entwickelten Modellen führen. Gemeinsam sollen diese reflektiert, nach Bedarf weiterentwickelt, implementiert oder auch verworfen werden. So kann der Wissenstransfer aus Theorie schnell in Praxis überführt werden.

3. Optimistische Visionen als Orientierungshilfe

Visionen sind als leitende Vorstellungen von grundlegender Bedeutung, sie sind der Kompass auf dem Weg in die Turing-Galaxis.
In Abwandlung von Ernst Fromm:

Wenn Bildung keine Vision hat, nach der man sich sehnt, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.

Wir brauchen motivierende Ideen und Leitbilder.
Wir brauchen auch eine positive Einstellung zur Kritik an ihnen.
Die Richtung muss immer wieder nachjustiert werden. Dabei werden Fehler als Entwicklungsschritte erkannt - Lernen und Entwicklung sind an Fehler gebunden. Die von Brandhofer im vorletzten Absatz aufgeführten Beispiele (Flipped Classroom, Audio Response Systeme, ...) für "das digitale Mäntelchen, das dem traditionellen Unterrichtsschema umgehängt wird, ohne systematische Änderungen voranzutreiben", sind auf dem Weg zum Ufer der Turing-Galxis notwendige Schritte. Sie markieren eine erreichte Wegstrecke Richtung des neuen Ufers. Solange allen bewusst ist, dass hier die Entwicklung nicht stehenbleiben darf, sehe ich darin keinen Fehler.
Die systemischen Veränderungen lassen sich nicht aufhalten. Sie sind Prozess, Umstrukturierung, Ausformung - und dies erfordert Schritte.
Schritte, die durch eine Reflexion eine Bestätigung oder Korrektur der Laufrichtung erfahren - wichtig ist das Weitergehen, mit einer Vision als Zielvorstellung und Motivation.

Ohne Frage wird Bildung in einer digitalisierten Welt nicht mehr Schulen im Sinne unserer heutigen Vorstellung benötigen. Die Vision von zeit- und ortsunabhängigem Lernen, von Schulen (wenn man diesen Begriff dann noch verwenden kann) als Lernorte ohne feste Klassen-, Fächer- und Stundenstruktur wird sicher (hoffentlich) schneller eintreten, als wir heute denken.
Alle an Bildung Beteiligten müssen auf diesem Weg mitgenommen werden. Dies geht nur über Beteiligung, Wertschätzung und Kommunikation.
Und das zielgerichtete Gehen funktioniert nur mit immer wieder am Kompass überprüfter Zielrichtung.

Agil, also von großer Beweglichkeit, kann man das Bildungssystem nicht beschreiben. Aber gerade dies ist unter den Bedingungen der Digitalität gefragt.
Nur wer schnell und reflektiert reagiert, wird erfolgreich Digitalien erreichen.
Deshalb also mehr Agilität wagen!

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Vorhaben für 2019 https://ibieler.com/blog/edu/vorhaben-fuer-2019 blog/edu/vorhaben-fuer-2019 Sun, 23 Dec 2018 00:00:00 +0000 10 Ideen und Erkenntnisse aus dem alten Jahr für 2019

Am Ende eines Jahres ist oft die Zeit der Rückblicke, der Bewertungen und Einschätzungen. Doch damit verbunden sind immer auch strategische Sichtweisen auf das neue, kommende Jahr. Denn nichts ist wohl so sicher wie der Spruch: Als Fehlern lernt man!
Aber auch aus Erfolgen - da sollte man dranbleiben.

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Was will ich aus 2018 mitnehmen?

  1. Ausprobieren: Verschiedene Apps stehen auf dem Plan, besonders im Bereich AR/VR: cospaces, ARMakr, quivervision
  2. webinare ausbauen
  3. DiSPra-Projekt als Pilotprojekt starten. Ich erhoffe mir davon einen Gewinn sowohl für die Studierenden als auch für die Berufseinsteiger - mal sehen, ob alles so klappt, wie geplant.
  4. Zusammenarbeit mit den Studienseminaren anschieben - erste Termine stehen bereits.
  5. Netzwerk für Lehrer*innenbildung in ST etablieren. Mails gehen im Januar raus.
  6. Bildungspunks-Arbeit fortsetzen - Bildungsbrunch steht im September auf dem Plan (hier taucht schon die erste Aufgabe auf - Blogpost mit Angaben zu Übernachtungen/Orga)
  7. Barcamps #BEO19 organisieren: hier sind es 2 feste Termine - 06.04. und 24.08.2019
  8. Teilnahme an Tagungen planen (erste Termine gesetzt, Poster müssen noch erstellt werden und Call of Papers ruft)
  9. Workflow hinsichtlich Mail/Scan verbessern (da muss ich unbedingt nochmal genauer in Hertramphs (@DigitalWriter) Digital Cleaning: Informationsflut bewältigen, digital aufräumen und Ordnung halten" nachblättern)
  10. weitere Konzerte planen (Metallica reicht nicht aus)

    Und dann außerdem (ganz wichtig) Urlaub - denn nichts ist so wichtig, wie immer mal abschalten und auftanken.

    Bin gespannt, was ich dazu im Dezember 2019 sage.

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11 Sätze für Veränderung https://ibieler.com/blog/edu/veraenderung-initiieren blog/edu/veraenderung-initiieren Mon, 10 Dec 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Heute gesehen:

tweetanja

... und das Thema hat mich nicht mehr losgelassen, da es vielleicht eines der wichtigsten im Rahmen der digitalen Transformation ist - ermutigen, unterstützen, anstoßen, das Positive und die Chance in der Veränderung sehen, aber auch reflektieren. Und dies alles nicht allein, sondern gemeinsam.

Deshalb hier meine 11 Sätze dazu:

Für die Präsentation bitte auf das Bild klicken.

adobespark

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Design Thinking https://ibieler.com/blog/edu/design-thinkiung blog/edu/design-thinkiung Wed, 05 Dec 2018 00:00:00 +0000 Bei den angegebenen Links handelt es sich um externe Links.

Design Thinking ist die Antwort. Was war nochmal die Frage?

Das Thema der Bildungspunks lautet diesen Monat "Design Thinking in der Schule".
Oft wird Design Thinking großes Potential zugeschrieben und viele sehen darin einen Lösungsansatz für viele Probleme im Bildungsbereich. Meine Gedanken dazu:

Die nachfolgenden 4 verschiedene Definitionen:

  1. Design Thinking ist ein Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führen soll. Quelle: Wikipedia

  2. Design Thinking ist ein Prozess, der durch iteratives Wiederholen von verschiedenen Phasen von einem Problem oder einer Aufgabenstellung zu einer Innovation führen soll. Quelle: Die Glühbirne

  3. Design Thinking ist eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen aus allen Lebensbereichen. Quelle: HPI Academy

  4. Design Thinking ist ein Kreativprozess zur Ideenfindung, der sich am Nutzer orientiert und auf Design-Methoden beruht. Quelle: Gründerszene Lexikon

zeigen, dass
Problemlösung und Ideenentwicklung und die damit verbundene kreative Herangehensweise
der gemeinsame Nenner sind:

Design Thinking als Methode und Denkansatz. Was waren nochmal die Fragen?

1. Wie erreiche ich Nachhaltigkeit von Lernprozessen?

Durch klar strukturiertes Vorgehen, ständiges Reflektieren und Nachsteuern während des gesamten Problemlösungsprozesses werden Lernende angehalten, ihr Wissen immer wieder in Frage zustellen und an neue Bedingungen/Herausforderungen anzupassen. Einen Zustand, den man sich im Unterricht oft wünscht, aber durch Lehrpläne, Notengebung und andere bürokratische Notwendigkeiten wird man im Eiltempo durch eine riesige Stofffülle getrieben.
Hier bietet Design Thinking mit seiner vorgegebenen Phasenstruktur einen guten Ansatz der Vertiefung.

2. Wie kann ich das Interesse der Schüler*innen wecken?

Hierfür liefert der Beginn des Design-Thinking-Prozesses die Antwort.
In der ersten Phase, als Verstehen und Spezifizieren bezeichnet, wird das grundlegende Verständnis für das Problem, die Fragestellung oder das Produkt gesorgt. Um die richtigen Fragen stellen zu können und somit das Problem definieren und lösen zu können, ist ein vertieftes Verständnis für Bedingungen, Voraussetzungen, Wünsche, Anforderungen, ... notwendig.
Dies ist ein Denk- und Verstehensprozess, der in Schule meist abgekürzt wird - meist durch Vorgaben durch die Lehrperson. Grund ist wie so oft überwiegend Zeitdruck. Aber gerade hier liegt das Potential, Schüler*innen wirklich zu engagierten Lernenden werden zu lassen.

3. Wie kann ich Schüler*innen zu Engagement und Ausdauer im Handeln und Lernen bringen?

Auch hier liegt die Antwort im Ansatz des Design Thinkings. Es ist vom Start an das Team gefragt:

team
  • sich einzudenken,
  • kollaborativ zu arbeiten,
  • zu recherchieren,
  • nach passenden Methoden und Tools zu suchen
  • gemeinsam zu reflektieren
  • Experten zu befragen
  • Analysen einzubeziehen
  • ...

Es ist selbstständiges Handeln gefragt. Design Thinking bietet den Lernenden diese Möglichkeit und lässt die Lehrperson diesen Prozess moderieren und begleiten - als Unterstützer, zur Motivation und Hilfestellung, aber keinesfalls als Leiter, der Ideen und Lösungswege vorgibt.
Denn:

4. Was macht Lernen aus?

fail often - fail early - fail forward
(Zitat: Will Smith)

lightbulbs

Das beschreibt jeden Lernprozess - das Tun, das Handeln als Lernen. Im Design Thinking ist "failure" systemimmanent und wird geradezu benötigt. Denn nur im interaktiven Prozess von Prototyping-Feedback-Überarbeitung kann durch Fehler wirklich ein Wissenszuwachs erfolgen.
Hier liegt ein wesentlicher Pluspunkt des Design-Thinking-Prozesses für den Bildungsbereich. Es wird mit einer positiven Fehlerkultur gearbeitet, ja - sie ist notwendige Grundlage des (Lern-)Arbeitsprozesses.

Was wir dringend für Schule und Unterricht benötigen, ist ein verstärktes "formative assessment" - ein begleitendes Feedback, das den Lernenden zu einem Lernzuwachs verhilft.
Ein ständiges Nachsteuern und Nachjustieren, um die Lernenden an ihr Ziel zu bringen. Und dieser Prozess kann nur im Team gelingen - im Team von Lernenden und Lehrenden.

Design Thinking also als Unterrichtsmethode und Bewertungsprinzip. ;)

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digital und agil - Transformation in Bildung https://ibieler.com/blog/edu/digital-und-agil-transformation-in-bildung blog/edu/digital-und-agil-transformation-in-bildung Sat, 17 Nov 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

"Das agile Manifest" von 2001 kann als Basis für Überlegungen dienen, eine agile Arbeitsweise im Bildungsbereich zu denken - das Thema, das in diesem Monat bei den Bildungspunks diskutiert wird.
Ursprünglich als Leitsatz für die Softwareentwicklung konzipiert, hat sich daraus eine bestimmte Haltung und Vorgehensweise entwickelt, die auch auf andere Bereiche übertragen wurde und die auf 4 Leitsätzen und 12 Grundprinzipien beruht.

Die 4 Leitsätze - umformuliert auf Bildung - als Zielsetzung

1. Die an Bildung beteiligten Personen, insbesondere die Lernenden und Lehrenden, sind wichtiger als Ausstattung und Strukturen.
2. Funktionierende Beziehungen sind wichtiger als umfassende Benotungen und Prüfungen.
3. Kollaboration innerhalb und zwischen Lehrenden und Lernenden ist wichtiger als Anhäufung und Reproduktion von Wissen.
4. Reagieren auf Veränderung ist wichtiger als das Befolgen eines Plans.

Anspruch agilen Arbeitens

Mit agilen Methoden auch im Bildungsbereich zu arbeiten, verwirklicht einen Anspruch - einen Anspruch, der ein zentraler Punkt innerhalb der digitalen Transformation ist:

Agiles Arbeiten muss nachhaltig sein.

    - individuelles, übertragbares Wissen
    - Anwendung und Transfer von Kompetenzen im projektorientierten Arbeiten 

Agiles Arbeiten muss auf Qualität fokussieren.

    - Veränderungen müssen sich an dem Bedarf/Ziel der Lernenden orientieren 
    - Persönlichkeitsbildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben soll das Ziel von Bildung sein

Agiles Arbeiten muss flexibel/reaktionsschnell sein.

    - "formative assessment" ermöglicht durch ständiges Nachjustieren eine flexible Unterstützung jedes Lernenden
    - ständiges Feedback und Reflexion müssen Teil des Bildungsprozesses sein

Wie gut und erfolgreich sich diese agile Arbeitsweise im Bildungskontext umsetzen lässt, konnte ich auf der Konferenz Bildung Digitalisierung 2018 vorgestern erleben. Kolleg*innen vom Friedrich-List-Berufskolleg Bonn und von der Oskar-von-Miller-Schule Kassel stellten im Workshop "Agiles Lernen mit Scrum & E-Portfolio als Alternatives Bewertungssystem" ihr Vorgehen und ihre Erfahrungen überzeugend vor.

agil

Uta Eichborn @utaeichborn und Petra Walenciak @WalenciaP zu Scrum im Unterricht:
Agiler Unterricht mit Scrum

Waldemar Sobieroj @GolfBar und Wilfried Dülfer @skibar stellten ihre erfolgreiche Implementierung von ePortfolios im Unterricht dar. Hier war deutlich zu spüren, genauso wie im Workshop von Björn Nölte @Noelte30, dass in einer Neugestaltung und Ausrichtung von Bewertungen im Sinne von formativen, den Lernprozess begleitenden und agilen Bewertungen Potential liegt - nämlich der Anfangspunkt und Zugang zur Umgestaltung von Bildungsprozessen im Sinne einer digitalen und agilen Transformation.

positiveunfertigkeit
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Digitale Transformation ist eine Haltungsfrage https://ibieler.com/blog/edu/reisegedanken-nach-der-tagung blog/edu/reisegedanken-nach-der-tagung Fri, 19 Oct 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

Nach jeder Menge Input , vielen Anregungen und neuen Leuten fühlt man sich wieder neu motiviert. Das Gedankenkarussell beginnt zu kreisen und der Fokus wird geschärft oder anders formuliert: man beginnt, sich die Prioritäten nochmals bewusst zu machen. Denn die gehen oft im Alltag unter, schwächen sich ab. Hier also das, was mir heute auf der Rückreise vom #uedu in Kaiserslautern so durch den Kopf ging.

Das Wichtigste an der digitalen Transformation, das, was sie definiert und was ihr schließlich zum Erfolg verhelfen wird, ist Konnektivismus. Zu begreifen, dass es nicht um den Einzelnen geht, dass Weiterentwicklung auch nicht allein geht, ist entscheidend. Erfolge können nur in Gemeinschaft, im Netzwerk, erreicht werden. Dies wiederum setzt eine agile Arbeitsweise voraus.

Das ist ein neues gesellschaftliches Grund- und Bildungsverständnis. Teile der jungen Generation haben das begriffen - zu sehen am Bewusstsein im Umgang mit Ressourcen, Natur und Umwelt. Den Fokus auf die Sustainable Goals legen und sie verstehen, sie zum zentralen Punkt beim Leben und Arbeiten machen, um den sich alle anderen Sachen gruppieren müssen, zeigt dieses neue und wichtige Verantwortungsbewusstsein. Hier liegt auch der Schlüssel zu einem neuen Bildungsverständnis - in allen Bereichen.
In der Schule darf es nicht nur darum gehen, die SDGs zum Inhalt zu machen, sondern es muss Haltung, Ziel und Kennzeichen des Lernprozesses sein - erkennen und verstehen, dass ich meinen Unterricht, meine Lernenden auf ein Leben vorbereiten muss, das Perspektiven, Ziele, Erfüllung hat. Als Lehrender muss ich ihnen aufzeigen, dass sie in einem Netzwerk, in dem sie lernen, arbeiten und sich entwickeln, am besten auf alle Herausforderungen vorbereitet sind und sich ihnen stellen können.

Netzwerk bedeutet vernetztes Arbeiten und Leben. Grenzen verschwimmen. Beruflich und Privat. Immer schwerer zu trennen - da Arbeit und Lernen durch die digitale Transformation zunehmend orts- und zeitunabhängiger wird.
Als Teilnehmer an einem solchen Netzwerk, besser noch als Netzwerkknoten, kann ich selbst steuern, wann, wo und inwieweit ich mich beteilige, wann ich Zeit zur Selbstreflexion, zum Ausspannen und Erholen brauche, und wann ich mich 110% in die Arbeit stürze.

Was bedeutet das für Bildung?

Netzwerk

Wenn wir von dieser Haltung ausgehen, bildet die Lerngemeinschaft ein Netzwerk, das gemeinsam lernt. Und hier haben wir schon den ersten wichtigen Unterschied - alle sind Lernende.
Die, die zu Beginn die Netzwerkknoten bilden, geben ihre Mehr an Wissen nicht weiter, sondern stellen es zur Verfügung, teilen es (OER).
Hier zeigt sich die veränderte Einstellung: Weitergeben impliziert einen Wissenstransfer von einer wissensbesitzenden Person zu einer, die weniger Wissen besitzt. Diese hierarchische Einstellung spiegelt den Nürnberger Trichter wider - der Lehrer, als derjenige, der das Wissensmonopol inne hat, füllt sein Wissen in den Kopf des ihm unterlegenen Lernenden, der dieses Wissen hört/liest und übernimmt. Dass dieser Prozess so nicht funktioniert, maximal zum erfolgreichen "Bulimielernen" führt, ist nachvollziehbar. Nachhaltiges, anwendungsbereites Wissen wird so nicht erzeugt.
Beziehung ist der Schlüssel zum Erfolg. Dies ist jedem in Bezug auf Privatleben und Arbeit klar. Warum sollte es in Bildung anders sein? Gerade hier ist gegenseitiges Vertrauen Grundvoraussetzung.

Wissen ist in Zeiten der Informationsgesellschaft eine Ressource, die für alle zur Verfügung stehen sollte und so von allen genutzt werden kann. Am besten als OER (Open Educational Ressource), Open Access, ... Ein freier Zugang zu den Materialien, Quellen, die Möglichkeit, mit ihnen zu arbeiten - sie an die erforderlichen Bedingungen und Ansprüche anzupassen, muss gegeben sein und sollte selbstverständlich sein. Hier ist das Netz gefragt - Schulbücher im herkömmlichen Sinne sind zu starr und an fest strukturierte Rahmen gebunden, so dass sie für offene, lernende Netzwerke wenig geeignet sind.

Grenzen und Hierarchien lösen sich auf.

Sowohl räumlich wie auch zeitlich wird es fließende Strukturen geben müssen, die vom Netzwerk und seinen Bedürfnissen bestimmt werden. Vorgegebene zeitliche Taktungen, Methoden, Räume, Mitarbeiter, ...? Dies funktioniert nur als Angebot, aus denen je nach Bedarf ausgewählt wird oder etwas Neues integriert, vielleicht so gar generiert wird.

Änderungen

Keine starren Klassenstrukturen nach Alter - flexible Lerngruppen, die sich nach Themen, Interessen, Bedarfe immer wieder neu finden und verändern. Eine agile Arbeitsweise ist notwenig, sozusagen design thinking als Arbeitsoberfläche.

Kein starres zeitliches Korsett von Stundentaktungen - Projekte erfordern intensive Arbeitsphasen in Gruppen; Zeit um auch allein über ein Problem nachzudenken, zu recherchieren.

Nicht fest an einen Raum oder Ort gebunden. Kollaboration muss nicht als Präsenzphase stattfinden. Digitale Werkzeuge ermöglichen eine Zusammenarbeit in neuer, flexibler Weise. Trotz dieser Möglichkeiten werden die Präsenzveranstaltungen nicht überflüssig, sondern wertvoller. Sie erreichen einen anderen Status - die digitale Zusammenarbeit ist effektiv und flexibel. Aber ein face-to-face-meeting bringt die persönliche Komponente, die für eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit notwendig ist.

Inhalte - Projekte

Bestehende inhaltliche Vorgaben sind heute noch starr formuliert und aufgeteilt nach Schuljahren und Klassenstufen. Projektlernen, orientiert an den SDG, kann dies ersetzen. Inhalte, Methoden, Wege - von den Teammitgliedern zu erarbeiten, zu reflektieren, anzupassen und weiterzuentwickeln - werden so flexibel.

Fazit

Es finden sich bis jetzt wenig Aussagen zu digitalen Tools oder zur Digitalisierung. Eigentlich nicht verwunderlich. Denn die Buzzwords "digitale Bildung" oder "digitale Medien" sind eben nur dies BUZZWORDS.
Bildung ist Bildung - es kommen neue Entwicklungen, neue didaktische Möglichkeiten, neue Wege und Werkzeuge hinzu, die den Spielraum von Bildung erweitern. Diesen gilt es zu erkunden und zu nutzen.

Medien sind Medien - da sind Tablet, Laptop, Beamer auch nichts anderes als mediale Werkzeuge wie Stift und Papier. Es erweitern sich nur die Möglichkeiten. Über Einsatz und Verwendung entscheidet der Einzelne bzw. das Team je nach Anforderungen.

Was digitale Transformation im Bildungsbereich bewirkt, ist nichts anderes als das, was es für andere Bereiche der Gesellschaft auch bedeutet

  • Akzeptanz and Annahme der Veränderungen
  • neue Möglichkeiten, mit denen umgegangen werden muss
  • ein neues Verständnis von Arbeit und Prozessen
  • Veränderungen müssen gestaltet werden

Digitale Transformation ist eine Haltungsfrage.

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Fortbildungen - wie gestalten und organisieren? https://ibieler.com/blog/edu/fortbildungen-gestalten-und-organisieren blog/edu/fortbildungen-gestalten-und-organisieren Tue, 02 Oct 2018 00:00:00 +0000 Bei den angegebenen Links handelt es sich um externe Links.

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Nach dem die Startphase des neuen Schuljahres geschafft ist, rücken auch die Fortbildungsnachfragen und -angebote wieder stärker in den Fokus.
Die Beitragsparade der Bildungspunks fragt nach Gestaltungsmöglichkeiten von Fortbildungen.

Den Erfolg solcher Veranstaltungen kann man nicht planen, aber doch viele Schwierigkeiten im Vorfeld aus dem Weg räumen. Viele Faktoren spielen eine Rolle, einige kann man bedenken und so zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.

-Wer ist die Zielgruppe? Nur das Lehrer*innenkollegium? Oder auch Eltern und außerschulisch Beteiligte?
-Gibt es einen konkreten Anlass?
-Welche Erwartungen werden formuliert?
-Ist die Fortbildung Teil einer Veranstaltung?
-...

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Die inhaltliche Gestaltung ist ebenso vielschichtig und bedarf einer konkreten Planung. Hier gilt meist:

Weniger ist Mehr!

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Obwohl also die Planung einer Fortbildung ein sehr spezieller und konkreter Prozess ist, so lassen sich doch einige Schritte verallgemeinern - Gedanken, die man sich bei jeder Planung wieder neu stellen muss.

In einem kurzen Video habe ich versucht, meine Ideen so allgemein wie möglich zusammenzufassen, so dass sie als Erinnerungsstütze bei der Planung dienen können.

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Bildungsbrunch Wien https://ibieler.com/blog/events/bildungsbrunch-wien blog/events/bildungsbrunch-wien Tue, 18 Sep 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

Punkige Motivation

Bildungsbrunchzeit - als Bildungspunk ein Pflichttermin - und zwar ein Termin, auf den ich mich schon lange gefreut habe.
Digitales Arbeiten bedeutet schnelle Kommunikation, leichte Kollaboration und kreatives Arbeiten, das ständig durch Feedback verbessert werden kann und wird.
Im digitalen Workflow ist man zwar immer erreichbar, kann schnell reagieren, aber es ist und bleibt die persönliche Komponente, die fehlt. Und die fügen wir jedes Jahr ganz intensiv beim Bildungsbrunch hinzu.

Alte Bekannte, neue Gesichter - es ist immer wieder ein Erlebnis. Von intensiven Sessions bis hin zum gemütlichen Kaffeeplausch in den Pausen oder die lustigen Abendprogramme - networking at it's best.

Ergebnis:

Energie aufladen könnte nicht besser funktionieren. Fühle mich motiviert und inspiriert.

Und da man sowieso nicht alle und alles erwähnen kann (es waren viel zu viele tolle Momente), habe ich einige Impressionen in Wakelet gepackt. Ihr seid eingeladen, drin herumzublättern.
Für die, die dabei waren, zum Erinnern und für die, die es leider verpasst haben - zum Neugierigmachen.

Hier ein Wake mit Impressionen zum Bildungsbrunch:
Bildungsbrunch-Wake

tasse

Dann bis nächstes Jahr! Freue mich schon auf bekannte und neue Gesichter!

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Schuljahresanfang https://ibieler.com/blog/edu/schuljahresanfang blog/edu/schuljahresanfang Fri, 07 Sep 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

Schuljahresanfang - Aufgabenoverload?

Jedes Jahr wieder - am Beginn des neues Jahres haben nicht nur Schülerinnen und Eltern, vor allem auch Lehrerinnen eine gespannte Erwartungshaltung.

Für Lehrpersonen beginnt vor dem eigentlichen Start schon eine mehr oder weniger intensive Phase der Vorbereitung. An viele Sachen ist zu denken. Neue Dinge kommen hinzu, aber selbst bei Schulwechsel oder neuen KollegInnen bleiben doch bestimmte Abläufe und Aufgaben gleich und lassen sich aus der Erfahrung heraus schnell erledigen.

Die Bildungspunks fragen in der aktuellen Beitragsparade nach Vorgehensweisen, Tipps und Tools.
Ich habe natürlich auch keine Garantie für einen stressfreien und fehlerfreien Start zum Schuljahresanfang, aber mit der Zeit ermöglicht die Routine einen entspannteren Blick auf die Dinge - also definitiv kein Aufgabenoverload. Alles eine Frage der Organisation! ;)

Hier meine Überlegungen, was man sich als Lehrer*in jedes Jahr auf's Neue durch den Kopf gehen lassen muss/sollte - individuelle Anpassung nötig! ;)

schuljahresbeginn
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Wunschliste https://ibieler.com/blog/edu/wunschliste blog/edu/wunschliste Fri, 31 Aug 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

Wunschliste an neue KollegInnen aus dem Referendariat

Interessant, was alles auf dieser Wunschliste steht. Ich habe mal in die Runde gefragt ...

tweetref

... und über 20 verschiedene, aber doch auch recht ähnliche Antworten bekommen.

antworten

Vielen Dank an:
Annette Theis @AnetteTheis
Elke Noah @klassenkrempel
Julia Thurner @MrsThurner
Andree Koerber @Bilidru
Nadja @nadschaaa
Ernst Lund @lundernst
Ralph Thielbeer @RalphThielbeer
Fr. Biochemikologin @N_th_lie
Marc Hennekes @marc_hennekes
Dingsda @Grenzer_NRW
Bernd Thoma @bernd_thoma
Stefanie Maurer @MaurerStef

Daraus lassen sich verschiedene Schlussfolgerungen ziehen.

Bildung - allgemein

Unter Bildung verstehen wir mehr als nur das erworbene bzw. zu erwerbende Allgemeinwissen. Es ist das Zusammenspiel aus Wissen, Haltung und Fähigkeiten und Fertigkeiten, das die Persönlichkeit eines Menschen ausmacht. Und wenn auf die Frage, was man sich von ReferendarInnen wünscht, kein einziges Mal "Fachwissen" genannt wird, ist das meiner Meinung nach sehr bezeichnend.
Offensichtlich ist dafür ausreichend im schulischen Bereich gesorgt.
Man wünscht sich das, was fehlt. Damit stellt man aber auch eigene Defizite fest - in diesem Fall nicht unbedingt persönliche, aber systemimmanente.
Das System Schule/Unterricht ist starr und wenig flexibel auf Wissenserwerb ausgerichtet. Am Ende, also als Ziel, stehen (egal in welchem Bereich) Prüfungen, die meist Fakten, reproduzierbare Zusammenhänge abfragen.
Dass Prüfungsformate und Unterrichtsgegenstände und -inhalte nicht mehr schubladenhaft in Fächern unterrichtet und abgeprüft werden sollten, ist vielen klar und wird immer wieder gefordert.
Es mangelt an zeitnahen, flexiblen Lösungen.

Referendariat

Können ReferendarInnen all diese Wünsche erfüllen?
Ich denke schon. Für mich stellt sich eher die Frage, ob das Lehramtsstudium und das Referendariat so angelegt sind, diese Eigenschaften zu wecken, zu fördern und zu verstetigen?
Entlassen wir neue KollegInnen in den Lehrberuf, die

innovativ
empathisch
aufgeschlossen
engagiert
mutig
offen
humorvoll
neugierig
wissbegierig
...
sind?

Und wir selbst?

Und sind wir das selbst alles? Bemühen wir uns, es zu sein?
Vielleicht ist das mal ein paar Gedanken am Beginn des Schuljahres wert. ;)

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twitter https://ibieler.com/blog/tools/twitter blog/tools/twitter Sun, 19 Aug 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

twitter - How to ...?

Netzwerken geht als Lehrperson wohl kaum so effektiv wie in Twitter - schnell, aktuell und vielfältig in jeder Hinsicht.

Jemandem allerdings in 45 Minuten zu vermitteln, was das Besondere an Twitter ausmacht und dann mit einem neu anzulegenden Account einzusteigen, ist beinahe unmöglich.

Die beste Lernstrategie ist und bleibt - wie immer - das Selbst-Tun.

Für alle die, die sich auf den Weg machen wollen oder gerade dabei sind, hier die Folien bzw. Stichworte aus der Session beim #BEO18. Es sind zwar keine langen Erklärungen, aber vielleicht ein "roter Faden", an dem man sich orientieren kann.

Beste Strategie: Ausprobieren!
(Und wenn Fragen auftauchen - einfach bei Twitter einfach nachfragen - funktioniert! ;))

twitterprezi
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Barcamp Education Ost 18 https://ibieler.com/blog/events/barcamp-education-ost-18 blog/events/barcamp-education-ost-18 Sat, 18 Aug 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

Am 18.08.2018 ist es endlich so weit.
Gemeinsam mit Elke Noah @klassenkrempel und Miriam Gronert @MiriamGronert starten wir unser erstes Barcamp in der Region.

Das Wichtigste, was man zum Barcamp wissen sollte:

barcampost
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task https://ibieler.com/blog/edu/task blog/edu/task Sun, 12 Aug 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

TASK - für Bildung

Kompetenz?

kompetenz

Hier im OECD-Bericht "Global Competency for an Inclusive World" von 2017 wird die Verschränkung von Wissen, Fertigkeiten und Haltungen für die Herausbildung von nachhaltigem, anwendungsbereitem Wissen deutlich - Ausführungen dazu von Philippe Wampfler in seinem Blogpost "Der Kompetenzbegriff - die Zopf und Kreisdarstellung der OECD".

Der Kompetenzbegriff wird immer wieder diskutiert.
Mir ist 2015 bei einer Tandem-Fortbildung des COE im Rahmen des Pestalozzi-Programms dieses Verständnis von Kompetenz in einer anderen Begrifflichkeit begegnet - als "transversal attitudes, skills and knowledge" (TASK).

TASK!

Diese Bezeichnung "Transversal A_ttitudes, Skills and Knowledge" macht sehr treffend die Verflechtungen der einzelnen Bereiche (s.o.) untereinander deutlich:
transversal (lat. quer) vernetzt, sich gegenseitig beeinflussend.
Besonders treffend finde ich das Bild der Transversalwelle - als Quer- oder auch Schubwelle, bei der die Schwingung senkrecht zur Ausbreitungsrichtung erfolgt.
Diese Welle bringt etwas in Bewegung, nicht nur in eine Richtung, sondern erfasst auch angrenzende Bereiche - ein Bild, das sich gut auf den Bildungsbereich übertragen lässt.

Diese Querverbindungen zwischen Wissen, Fertigkeit und Haltung sind entscheidend, nicht nur Zeichen für Kompetenz, sondern auch Gradmesser und Motivator des eigenständigen Lernprozesses.
Uns, den Lernenden und Lehrenden, muss bewusst sein, dass eine der 3 Säulen allein nicht ausreicht, sondern im Sinne einer Welle, alle Bereiche erfasst und vernetzt werden müssen.

In diesem Sinne finde ich die Verwendung von TASK als Ergänzung bzw. Erklärung zum Kompetenzbegriff passend.

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"flüssige" Bildung https://ibieler.com/blog/edu/fluessige-bildung blog/edu/fluessige-bildung Fri, 10 Aug 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

"digital" ist die Zukunft - auch die Bildung

Dass ein beruflicher Werdegang geradlinig vom Berufseinstieg bis zum Ausstieg vollzogen wird, ist schon lange nicht mehr Normalität.
In Zeiten des digitalen Umbruchs in allen Bereichen der Gesellschaft werden Entwicklungen und Abläufe schneller, unübersichtlicher, vieldeutiger.
Schule muss darauf vorbereiten.

auf alle Fälle anders

In VUCA (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity) steckt die Haltung, die das 21. Jahrhundert verlangt, schon drin - es nicht mehr einfach zu bezeichnen, denn es ist komplex und immer im Wandel.
Fast hat man den Eindruck, dass sich der Aggregatzustand geändert hat. Waren es früher feste Wissensbestandteile, so ist es heute ein eher flüssiger Zustand der Anpassung an immer neue und veränderte Bedingungen, unter denen Kompetenzen gebildet werden müssen.

1. Entwicklungen

Entwicklungen beschleunigen sich, angetrieben von der technischen Entwicklung. Und wie rasant diese verläuft hat schon Gordon Moore 1965 in seinem nach ihm benannten "Moore's Law" beschrieben. Dieser Druck, der durch die technischen Möglichkeiten erzeugt wird, wirkt sich auf alle Bereiche aus. Und letztlich ist er auch im Bildungsbereich angekommen.

Druck erzeugen die immer schneller auftauchenden Tools, Programme, Apps und Geräte, die neue Möglichkeiten eröffnen.

2. Workflow/Arbeitsabläufe

In unseren Arbeitsabläufen spüren wir die Schnelligkeit. Selbst der Workflow wird "flüssig" - nichts darf zu lange brauchen, alles muss änderbar und anpassbar sein.
Schon während Projekte bearbeitet werden, tauchen neue Parameter auf und verändern unter Umständen wenn nicht die Fragestellung, so doch bestimmte Abläufe.
Jeder muss heute in der Lage sein, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Dies setzt auch die Kenntnis der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten voraus. Ich muss also die Werkzeuge (Apps, Programme) kennen; muss wissen, wofür und wie ich sie einsetze.

3. Gefühlslage

Wir haben also nicht nur das Gefühl, dass "das Leben" schneller läuft - es ist so.

internetminute_2017

Internetminute 2017

internetminute_2018

Internetminute 2018

Immer mehr Fakten (oder Fake News), neue Begriffe, Entwicklungen, Tools, Apps, Geräte, ... in schier endloser Auswahl.
Erzeugt wird ein Gefühl der Ohnmacht, des Verloren-Seins, der Hilflosigkeit.
Gesucht wird nach Orientierung, Anweisung, Einfachheit.

Aber einfach ist es nicht.

Lösungen liegen nicht darin, Wege als Orientierung vorzugeben, Regeln aufzustellen oder zu vereinfachen.
Jeder muss lernen, mit den Gegebenheiten umzugehen. Dazu müssen Menschen befähigt werden.

Dies ist die Aufgabe der Bildung.

Bildungsziel sind laut OECD Schlüsselkompetenzen in 3 verschiedenen Kategorien:

1. Interagieren in heterogenen Gruppen
2. selbständiges Handeln
3. interaktive Nutzung von Instrumenten und Hilfsmitteln

Link zum OECD-Text

Wenn man diese Kategorien überdenkt, wird deutlich, dass sie sehr gut beschreiben, wie man in Zeiten der digitalen Transformation erfolgreich agieren kann.
Blickt man dann aber auf das Schulsystem, wird keine der Kategorie wirklich flächendeckend erfüllt:

  1. Dominanz des Frontalunterrichts Anteil der Sozialformen z.B hier nachzulesen - Th. Götz, K. Lohrmann, B. Ganser, L. Haag: Einsatz von Unterrichtsmethoden - Konstanz oder Wandel?
  2. lehrerzentrierter Unterricht, Vorgaben, Tests
  3. Handyverbot an vielen Schulen

Starr vorgegebene Inhalte, Benotung, Prüfungen und streng vorgezeichnete (gegliederte) Wege passen immer weniger zu dem, was Schule leisten soll.
Heterogenität und Inklusion waren die Anfänge. Mit Personalisierung und Individualisierung versucht man jetzt das System Bildung zu reformieren. Aber es ist noch mehr zu tun.

Ohne eine Verflüssigung der Struktur wird es nicht gehen.

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Digitale Transformation in der Lehrer*innenbildung https://ibieler.com/blog/edu/transformation blog/edu/transformation Thu, 02 Aug 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Definition

Der Begriff Digitale Transformation bezeichnet erhebliche Veränderungen des Alltagslebens, der Wirtschaft und der Gesellschaft durch die Verwendung digitaler Technologien und Techniken sowie deren Auswirkungen.

Die Definition ist sehr allgemein gehalten und sagt wenig über den Verlauf des Prozesses aus, der entscheidenden Einfluss auf die Haltung zur digitalen Transformation hat. Durch den fortwährenden Charakter und die immer schneller werdenden Veränderungen der Technologien erscheint es für viele Menschen überwältigend, nicht beherrschbar.

Doch genauer betrachtet, muss digitale Transformation weder angsteinflößend noch unbeherrschbar sein. Transformationsprozesse gab es schon immer (Bsp. Industrialisierung).

Man muss sich also klarmachen, dass diese Veränderungen zum normalen Ablauf der Entwicklung sowohl in gesellschaftlicher als auch wirtschaftlicher Hinsicht gehören. Es ist eine Frage der Einstellung und der Bereitschaft, sich auf den Wandel einzustellen.

Aber man kann die digitale Transformation beschleunigen, unterstützen - gestalten.

digitale Transformation - persönlich gesehen

Der digitale Transformationsprozess betrifft mich ganz privat, durchdringt meine Selbstorganisation - im Beruflichen wie auch im Privaten.
Jeder Mensch hat seinen Workflow mehr oder weniger schnell und komplett von analog auf digital umgestellt - einfach weil es Vorteile bringt:

  • erleichterte Kommunikation in medial vielfältiger Form
  • schnelle Erreichbarkeit
  • orts- und zeitunabhängiger Zugriff auf Materialien
  • leichter Austausch
  • Veränderbarkeit/Erweiterbarkeit von (gedanklichen) Produkten
  • Zusammenarbeit/Organisation in Projekten

Eigentlich bedeutet diese digitale Transformation auf den Einzelnen heruntergebrochen einen schnellen digitalen Workflow. Dieser Workflow allein bedeutet wenig und entfaltet seine Vorteile erst - der Digitalisierung entsprechend - in Netzwerken.
Deshalb ist networking auch ein unabdingbares Merkmal der digitalen Transformation. Erst durch Kommunikation und Kollaboration werden kritisches Denken und
Kreativität befördert. (4K)
Diese 4 Ks bilden imho die Grundlage der digitalen Transformation.
Da nützen die Tools und Apps wenig, wenn ich sie nicht mit anderen gemeinsam nutze und/oder mich über ihre Handhabung, ihren Einsatz, ihre Möglichkeiten, aber auch Grenzen austauschen kann. Erst im gemeinsamen Handeln werden Potentiale entfaltet - und hier sind nicht die Tools gemeint, sondern die Menschen, die sie in diesem Sinne nutzen und ihr Wissen und ihre Fertigkeiten erweitern.

Wege, digitale Transformation zu unterstützen

Jeder hat es selbst in der Hand, die Prozesse der digitalen Transformation für sich selbst zu gestalten. Vielen, auch Gegnern dieses Prozesses, ist es oft nicht bewusst, wie ihre alltäglichen Abläufe bereits in digitaler Weise ablaufen:

-Mails statt Brief
-Messenger statt Anruf
-digitaler Kalender mit Erinnerungen
-Navigation
-digitale Suchmaschinen für Recherche

Digitale Transformation kann nur bedingt verordnet werden - sie muss durch ihren Einsatz, ihre Verwendung überzeugen - also "bottom-up". Wenn K*K die Vorteile digitalen Arbeitens erleben, sind sie auch eher neugierig und motiviert, dies zu probieren, zu testen und vielleicht zu übernehmen - wobei jeder mit der Zeit seinen eigenen Workflow entwickelt.
Allerdings muss digitale Transformation institutionell auch "top-down" (zumindest) unterstützt und gefördert und in einem gewissen Maß auch verlangt werden.

Warum sich digitale Transformation im Bildungsbereich schwierig gestaltet

Lehrer sind Einzelkämpfer - eine oft geäußerte und leider noch häufig zu beobachtende Tatsache. Hier zum Beispiel nachzulesen: Studie: Deutsche Lehrer sind Einzelkämpfer, Berliner Zeitung vom 25.02.2016.
Die fehlende Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zum Austausch behindert die Weiterentwicklung der Bildung, die Anpassung an die sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen und Erfordernisse.
Um S*S zu aktiven, aufgeschlossenen, kreativen Menschen zu bilden, muss ich selbst als Lehrkraft diese Einstellung teilen. Dies setzt voraus, dass Lehrpersonen der digitalen Transformation und den sich aus ihr ergebenden Möglichkeiten offen gegenüberstehen.
Der erste Weg ist also immer eine Zusammenarbeit, eine Öffnung der eigenen Arbeit auch für andere. Abgrenzung, im Sinne von "wir sitzen im Boot und ihr seid noch draußen", ist also wenig hilfreich.
Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität sollten die Arbeitsgrundlage im 21. Jahrhundert bilden. Gemeinsames Erstellen von Lehr- und Lernmaterialien, Evaluation, Teilen, Überarbeiten müssen selbstverständlich sein.

Dann klappt das auch mit der digitalen Transformation. ;)

Dazu kann und muss schon von Beginn an ein entscheidender Beitrag geleistet werden in den Ausbildungsphasen. Welche digitalen Kompetenzen sollten vermittelt werden, was kann getan werden?

digitale Kompetenzen in der Lehrer*innenbildung - hier eine kurze Übersicht:

blogpostpic

zu Adobe Spark Page

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Barcamp und Twitter https://ibieler.com/blog/edu/barcamptwitter blog/edu/barcamptwitter Fri, 27 Jul 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links:

Die KollegInnen mit ins Boot holen bei der digitalen Transformation in Bildung, das fragten die Bildungspunks diesen Monat - dass diese Ausdrucksweise unglücklich gewählt ist, hat schon Monika Heusinger in ihrem Blogpost deutlich gemacht. Wie kann man vorgehen, um KollegInnen für die digitale Transformation wenn nicht zu begeistern, so doch wenigstens zu interessieren und einzubinden?

2 Strategien

  1. per Anweisung

Ich bin mir sicher , dass alle wissen, wie erfolgreich die top-down Methode ist. Sie erzeugt eher Widerwillen und löst eine Abwehrhaltung aus. Alles wird hinterfragt und angezweifelt.

Sicher ist der Druck von oben bei der Durchsetzung von Arbeitsabläufen und Einhalten von Regelungen und Anweisungen wichtig, aber auch hier sollte weniger mit Druck als mit Ermöglichen und Motivation gearbeitet werden. (was nicht immer möglich ist - ich weiß).

  1. bottom-up

Als Graswurzelbewegung die Welt verändern - schöne Idee, richtige Sache. Aber viel zu langsam!
Es ist mehr nötig als eine breite Masse an Leuten, um dieses behäbige System Bildung zu bewegen (und zwar in die richtige Richtung).
Die Hierarchien sind verfestigt, politische und strukturelle Abläufe scheinen sich verselbstständigt zu haben und verhindern Entwicklung eher als sie zu ermöglichen.
Veränderungen geschehen oft nur gegen Widerstände - dies ist kräftezehrend, ermüdend und demotivierend.

beste Lösung imho: Der Mix macht's!

Das Eine geht nicht ohne das Andere.

Einstiegsdrogen: Barcamp +Twitter

twitter

Barcamp - die "Unkonferenz" ist für mich die beste Methode gegen Hierarchien anzugehen. Jeder kann sich beteiligen und wird gehört. Jeder hat die Chance, seine Fragen und Probleme anzusprechen. Lösungen werden gemeinsam gesucht. Hierarchien werden flach.
Barcamp ist die Chance, wirklich ins Gespräch über die Fragen zu kommen, die wirklich ein Problem sind, die die K*K beschäftigen.
Kommunikation auf Augenhöhe als Grundlage der Arbeit ist die beste Voraussetzung für erfolgreiche Arbeit. Wenn diese Kommunikation, wie meist im Barcamp, gepaart ist mit kreativem Denken und Kreativität wird es leichter sein, Lösungen gemeinsam zu finden und durchzusetzen.

Wer jetzt mitgezählt hat - es sind erst 3 Ks. ;)

Und da kommt Twitter ins Spiel. Barcamps sind super, aber eben immer nur ein zeitlich begrenztes Event. Das Potential eines Barcamps entfaltet sich in der Arbeit, die sich aus den Ideen daraus ergibt. Und eine Grundvoraussetzung für diese Kollaboration ist meines Erachtens Twitter - das Vernetzungstool im Bildungsbereich schlechthin.
Die im Barcamp angedachten Projektideen, Lösungsstrategien und Konzepte brauchen eine vernetzte Community.
Twitter bitte sich in diesem Fall als ideales Hilfsmittel an. Man vernetzt sich, folgt sich gegenseitig, verliert sich nicht aus den Augen und kann immer schnell nachfragen. Unter Hashtags kann man themenbezogen arbeiten, weiteren Input sammeln oder andere befragen.
Sicher ist Twitter nicht das ideale Tool zum kollaborativen Arbeiten. Es eignet sich aber gut als Einstieg in diese Art von Arbeit und zum Aufrechterhalten der Kommunikation.

Man kann also den "Schwung" aus dem Barcamp über Twitter aufrechterhalten, ausbauen und weiter nutzen.

Warum?

"... weil die sozialen Netzwerke einfach nicht mehr wegzudenken [sind]. Deshalb [müssen] wir lernen, sie zu bespielen. Wir müssen sie [...] nicht gut finden, aber wir müssen lernen, sie zu nützen." (Christoph Schmitt)
lebendiglernen.ch/2018/07/08/wider-die-digitale-spaltung-in-der-gesellschaft

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evernote https://ibieler.com/blog/tools/evernote blog/tools/evernote Sat, 21 Jul 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

Evernote - Sammeln, Organisieren, Finden

Die Informationsflut im Zeitalter der digitalen Transformation nimmt ständig zu und erhöht ihr Tempo. Hier ein kurze Übersicht, was in einer Minute im Internet so passiert:

internetminute

Quelle: @lorilewis Tweet vom 04.04.2018, 15.15

Zum Verwalten der vielen Informationen nutze ich Evernote.

Sammeln

Alle Infos, egal ob links, PDFs, Fotos, Screenshots finden ihren Weg in ein Evernote-Notizbuch.
Das Einsammeln der Infos geht leicht und schnell über den Webclipper von Evernote. Ich kann sofort beim Speichern verschiedene Einstellungen auswählen, unter anderem wähle ich gleich das entsprechende Notizbuch. Auch Schlagworte, unter denen die Artikel dann später leicht aufzufinden sind, können gleich vergeben werden.

webclipper

Organisieren

Wichtig für das Arbeiten mit der Vielzahl von Notizen (bei mir sind es im Moment über 5.000) ist das Organisieren.

2 Möglichkeiten gibt es:

über Notizbücher

Man kann in Evernote jede Information als Notiz abspeichern. Diese können dann in Notizbüchern zusammengefasst werden und diese wiederum zu Notizbuchstapeln.

Wie breit ausgefächert die Notizbuchstruktur angelegt wird, ist jedem selbst überlassen. Meine Erkenntnis: nicht übertreiben.

Ich habe mir nur sehr wenige Stapel angelegt:
Business, Privat, Templates, Archiv

evernote_notizbuch

Jeder dieser Stapel ist mit Notizbüchern gefüllt, die auch bestimmte "Themen" zusammenfassen. Evernote ordnet die Listen alphabetisch oder nach Zahlen, deshalb habe ich mich für eine Nummerierung entschieden. So verändert sich die Reihenfolge bei Neueinträgen nicht.

über Schlagworte

Für jede Notiz können beliebig viele Schlagworte festgelegt werden. Diese sind sicher am Anfang ein gutes Mittel der Organisation. Der folgende Ausschnitt macht aber auch Schwierigkeiten deutlich:

schlagwort

Nicht immer achtet man, gerade am Anfang auf eine einheitliche Schreibweise - Groß- oder Kleinschreibung, eindeutige Bezeichnungen, Tippfehler.
Im Laufe der Zeit sammeln sich einfach zu viele Schlagwörter an. Es wird unübersichtlich.

Finden

Die Suche bzw. das Finden ist das große PLUS von Evernote.
Ich kann in den Notizbüchern suchen, nach Schlagworten filtern oder alle/ausgewählte Notizbücher nach Wörtern in den Texten/Bildern durchsuchen.
So ergibt zum Beispiel mein eingegebener Begriff "Bewertung" 293 Treffer in allen Notizbüchern.

suche

Zugegeben - etwas unübersichtlich ;)
Deshalb kann ich die Suche noch verfeinern. So bietet mir Evernote folgende Optionen:

sortieren

Und damit lässt sich die Suche gut einschränken.
Hier noch ein sehr ausführlicher Artikel von Stacy Harmon: "Warum das Organisieren mit Notizbüchern besser ist als das Organisieren mit Schlagwörtern" zum Nachlesen.

Viele weitere hilfreiche Organisationsabläufe ergeben sich beim Arbeiten:

  • Workchats sind verfügbar
  • Notizbücher können für Teams freigegeben werden (als Ansicht oder auch zum Bearbeiten)
  • Notizen können untereinander verlinkt werden, verschiedene Konten bzw. auch Kalender lassen sich verknüpfen

um so einen flüssigen Workflow erreichen.

Mein Tipp: einfach mal ausprobieren - es lohnt sich.

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Bildungsdesign - learning design? https://ibieler.com/blog/edu/bildungsdesign blog/edu/bildungsdesign Sat, 09 Jun 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

In Vorbereitung einer Konferenz hat mich eine Kollegin gebeten, ihr "auf die Schnelle" den Begriff Bildungsdesign zu erklären. Bei solchen speziellen Fragen fällt einem auf, welches Begriffswirrwarr herrscht.

Bildungsdesign

Schnell den Begriff in Google eingegeben ... Hinter diesem Begriff verbirgt sich kein Konzept, keine Theorie, sondern Christoph Schmitt Christoph Schmitt, der aber den Begriff des Bildungsdesigns in seiner LinkedIn-Bio so auf den Punkt bringt:

"Ich entwickle radikal andere Formen & Formate für Bildung und Lernen im Digital Age und bilde Coaches & BeraterInnen aus (bso). Kurz: Ich mache digitales Bildungsdesign. Kollaboration statt Didaktik."

Bildung bedarf in Zeiten der digitalen Transformation einer neuen Struktur.
Bildungswege ändern sich - lebenslanges Lernen stellt neue Ansprüche an Bildungsangebote. Die 4Ks müssen als Klammer und Grundlage für Bildung (Inhalte, Ziele, Methoden) dienen.
Digitale Technik ermöglicht nicht nur ein schnelleres Arbeiten in alten Strukturen, nein - viel wichtiger: es eröffnet neue Wege und Möglichkeiten der Zusammenarbeit, des Lernens, der Produkte, der Präsentation. Diese Inhalte und die Formulierung "digitales Bildungsdesign" machen deutlich, dass es um Transformation der althergebrachten Bildungsstruktur - entsprechend den Anforderungen und Bedingungen der Gutenberg-Galaxis entwickelt - geht. Eine Anpassung an die neuen Bedingungungen der Turing-Galaxis ist notwendig.

learning design - instructional design - educational design

All diese Begriffe lassen sich finden und werden auch gleichwertig gebraucht, obwohl es doch inhaltliche Unterschiede gibt bzw. der Fokus auf bestimmte Bereiche des Lernprozesses liegt.

Instruktionsdesign:

konzentriert sich auf Formulierung, Tauglichkeit und Wirkweise von Anweisungen/Anordnungen

The Four-Component Instructional Design Model: Multimedia Principles in Environments for Complex Learning

Studientext: Didaktisches Design (Gabi Reimann)

Instructional design Method (nach Annette Devilee)

Lerndesign: zielt auf die Gestaltung des Lehr-Lern-Prozesses ab

http://www.elternbrief.at/upload/473_NMS_Thema3_Lerndesign.pdf text Lerndesign - Einzelschritte, Vorgehensweise (dargelegt für Neue Mittelschule, Österreich - als Elternbrief)

rückwärtiges Lerndesign - Beispiel aus Österreich

educational design - Bildungsdesign

Alles in allem geht es um die Neuausrichtung des Bildungsprozesses unter den Bedingungen der digitalen Transformation. Das bedeutet Umstrukturierung auf mehreren Ebenen:

  • als Lehrperson:
    Sich der neuen Anforderungen bewusst zu werden, ist der erste Schritt als Lehrperson. Die eigene Lehrtätigkeit in Frage stellen, evaluieren, anpassen, neue Formate, Werkzeuge und Wege testen - dies müssen die ersten Schritte sein. Das ist ein sehr individueller Prozess, sollte es aber nicht sein - gerade nicht mehr im 21. Jahrhndert, im Zeichen der 4Ks. Der Lehrer als Einzelkämpfer hat ausgedient - Kollaboration und Kommunikation sind die Grundlage des Arbeitsprozesses im 21. Jahrhundert - auch als Lehrer!

  • als Schule:
    Jede Schule muss sich als Gesamtheit aller Lehrkräfte, Schüler und aller am Bildungsprozess Beteiligten auf den Weg machen. Es sind dieselben Schritte, die auch jede Lehrperson durchlaufen sollte - heißt: eigentlich ist es nicht ein zweiter Prozess, losgelöst vom ersten. Da Schule ein "lebender Organismus" ist, müssen alle Beteiligten aktiviert und für die Transformation sensibilisiert werden. Ein gemeinsamer Weg, angepasst an die speziellen Bedingungen der jeweiligen Schule, muss von allen getragen werden.

  • Schulträger/Politik:
    Bedingungen (technische Ausstattung, politische Entscheidungspielräume), die eine Entwicklung ermöglichen, sind Voraussetzung für die erfolgreiche Transformation. Ich habe da so meine Zweifel und bin sehr pessimistisch - aber das sind persönliche Erfahrungen. Warten wir's ab - jetzt haben wir wieder eine neue Chance und viele Versprechungen im Vorfeld der Wahl und Koaitionsverhandlungen gehört! Hoffen wir mal, dass es nicht so läuft wie von Axel Krommer hier dargelegt - oder sind wir schon mittendrin?

bildungsdesigntweet

Wie soll nun Bildung am Ende dieses Transformationsprozesses aussehen?

Eine Vision, ein Ziel vor Augen - dann kann man planen. Hier eine kleine Zusammenstellung, was es für Visionen/Sichtweisen/Vorstellungen gibt, was diskutiert wird. (Reihenfolge ist keine Wertung.)

Dabei nicht vergessen: das ist ein Weg, der beschritten wird, es braucht Zeit. Milestones sollten kreiert werden, um immer wieder den Entwicklungsstand zu evaluieren, zu überprüfen und gegebenenfalls die Entwicklung neu auszurichten bzw. anzupassen.

The school of tomorrow: designing great places to learn

Margret Rasfeld: Die Bildungsinnovatorin - Podcast
Mal ein Buch zum Nachlesen. ;)

SOL 2.0 Selbstorganisiertes Lernen mit Web 2.0 Tools in der beruflichen Bildung

Interview: Welche Schule die "Generation Z" braucht. YouTube-Video

Sehr zu empfehlen: B(uildung 4.0)

Gute Lernorte in der digitalen Gesellschaft. Oder: Was Schulen von Starbucks lernen können - von Jöran Muuß-Merholz

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Fortbildung - eine Einschätzung https://ibieler.com/blog/events/fobieinschaetzung blog/events/fobieinschaetzung Sat, 09 Jun 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Gestern besuchte ich eine Fortbildungsveranstaltung in Wittenberg, organisiert von der Initiative  "Leben im Ganztag" (Deutsche Kinder und Jugendstiftung), als Fachtag "Lernen bewegt" angekündigt.  
Erfahren habe ich aber nur durch Zufall von der Veranstaltung per Twitter. Auch der Titel hätte mir nicht weitergeholfen, suggeriert er doch ganz andere Inhalte als die dann dort angebotenen und von mir besuchten.
Eigentliches Thema, nur dem Untertitel zu entnehmen, wenn man sich weiter durchgeklickt hatte, war: Lernen mit mobilen Endgeräten. Und die Veranstaltung, ich kann nur vom Samstag sprechen, war toll. Ich konnte 2 Workshops besuchen. Alicia Bankhofer referierte über digitale Tools im Unterricht und gewährte einen Einblick in ihre Unterrichtspraxis. Joe Buchner stellte seine Erfahrungen zum Thema Augmented Reality vor. Beide Workshops waren praxisnah und boten Gelegenheiten, Tools gleich zu testen und auszuprobieren. Leider konnte ich Heiko Rakoczys Session zu h5p nicht besuchen, da sie zeitgleich mit Alicias Workshop lief.

Input, Austausch, Vernetzen - genau das fand statt. Viele KollegInnen waren erstaunt über die aufgezeigten Möglichkeiten und wurden, wie Alicia es so schön formulierte, infiziert. Genau das ist für mich der Effekt der Fortbildungen. Deshalb kann es auch nicht zu viele davon geben. Auf Twitter wurde vor ein paar Tagen die Meinung vertreten, dass sich die "Edu-Veranstaltungen" inflationär vermehrt hätten und mittlerweile eine ständige Wiederholung seien, man drehe sich im Kreis.

Sicher habe ich schon einige der vorgestellten Tools, Arbeitsweisen oder Plattformen kennengelernt, aber jede Veranstaltung bietet auch Neues. Neue Entwicklungen werden vorgestellt - das wäre die einfachste Variante. Oft sind solche Veranstaltungen aber auch immer wieder eine neue Motivation, bestimmte Apps oder Arbeitstechniken aufzugreifen und endlich auszuprobieren. Auf der "Liste" hatte man sie schon lange, aber oft werden Dinge wieder verschoben und geraten in Vergessenheit. So habe ich also diese Veranstaltung mit der Motivation verlassen, inspiriert von Joe Buchner, es doch mal mit Augmented Reality im Unterricht zu versuchen. Vor einem halben Jahr hatte ich mir die App Aurasma (jetzt: hpreveal)heruntergeladen und getestet, dann aber wieder vergessen.

Ein viel wichtigerer Grund, solch gute Fortbildungsveranstaltungen zahlreich anzubieten, ist, dass vielen neuen KollegInnen, die sich noch nicht mit digitalem Arbeiten im Unterricht auseinandergesetzt haben, die Gelegenheit geboten wird, einzusteigen. In jedem Workshop waren interessierte Neueinsteiger. Und hier sehe ich das Potential, digitale Bildung voranzubringen. Der Kreis der LehrerInnen, die digitale Werkzeuge einsetzen, wird größer. Vielleicht nicht so schnell, wie mancher es gern hätte.

Einsatz digitaler Medien und Tools kann nur dann erfolgen und von Lehrern vermittelt werden, wenn die Lehrer es selbst nutzen. Heißt, wenn sich ein digitaler Workflow bei der Lehrperson etabliert hat, dann wird sie auch bereit sein, diesen zu lehren und mit und für Schüler anzuwenden.
Deshalb wäre auch eine Verstärkung der digitalen Bildung im Lehramtsstudium und während des Referendariats dringend notwendig. Wir müssen LehrerInnen, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, digital zu arbeiten, in die Schulen entlassen.

Das Ziel, wieder ein paar weitere Lehrkräfte für digitale Bildung zu interessieren und die Motivation zu setzen, einige der vorgestellten Tools auszuprobieren, wurde mit der Veranstaltung sicher erreicht.

Und nebenbei passiert die Venetzung der Lehrenden auf solchen Präsenzveranstaltungen von ganz allein. So kam es endlich mal wieder zu einem "kleinen Treffen" der Bildungspunks.

punks

Und ich ich das erste Mal Elke Noah (@klassenkrempel) und Joe Buchner #irl. Twitter ist zwar eine super Plattform für Austausch und Lernen, aber die persönliche Begegnung ist immer noch die beste Art der Zusammenarbeit. Ich freue mich schon auf's nächste gemeinsame Treffen und Lernen.

gruppe
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4Ks - nicht nur für S*S relevant https://ibieler.com/blog/edu/vierk blog/edu/vierk Sat, 02 Jun 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links:

Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität - diese 4 Kompetenzen, die Lernende in unserer Informationsgesellschaft (nach Beat Döbeli Honegger: Mehr als 0 und 1) benötigen, sind hoffentlich allen Lehrenden bekannt und wurden auch schon oft diskutiert und beschrieben oder kritisiert (zum Beispiel von Jöran Muuß-Merholz,  Dejan Mihajlovic, Philippe Wampfler)  und sind auch Thema der aktuellen Beitragsparade der Bildungspunks.

Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität - diese 4 Eigenschaften stellen den Kern des Lernens dar. Ausgehend von einer (im besten Fall) intrinsischen Motivation ermöglichen sie wirkliche Wissensaneignung und vor allem -anwendung. Denn erst in wirklicher Kollaboration werden kreative Ideen kritisch kommuniziert.

Sicher lassen sich alle 4 Ks analog umsetzen. Aber digital ist eben auch möglich und sollte im 21. Jahrhundert zum verpflichtenden Repertoire in Bildung gehören. Nur wenn ich alle Möglichkeiten kenne, ausprobiert und kenngelernt habe, kann ich entscheiden, wann ich welches Tool wofür einsetzen möchte - Abwägen von Vor- und Nachteilen unter den jeweiligen Bedingungen.

infogesellschaft

Dass diese 4K-Kernkompetenzen unbedingt von Lehrenden zu beherrschen sind, sollte im 21. Jahrhundert selbstverständlich sein. Wie sollten Lehrpersonen ansonsten dieses Wissen und Können vermitteln?

Ein wunderbares Beispiel, dieses Bewusstsein für digitale Kompetenzen in der Lehrerausbildung einzubinden und für angehende Lehrpersonen aktiv erfahrbar zu machen, hat Björn Nölte geschaffen: ein Padlet als Diskussionsgrundlage für Referendare - wichtige Basics, die man kennen sollte, über die man diskuiteren muss und die man sich für die eigenen Bedingungen und technischen Voraussetzungen anpassen kann.

An diesem Padlet zeigt sich, was es heißt, die 4Ks umzusetzen:

Kommunikation und Kollaboration schon als Grundlage für die Erstellung werden sich gerade in den Diskussionen mit (hoffentlich nicht nur Referendaren) fortsetzen und zu kritischem Denken und Kreativität bei der Umsetzung/Anwendung führen.

Ein inspirierendes Beispiel - für mehr Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität in Bildung!

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Kollaboratives Schreiben - Arbeit am Ausdruck https://ibieler.com/blog/edu/kollaborativesschreiben blog/edu/kollaborativesschreiben Sat, 26 May 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Es gibt Lieblingsthemen nicht nur für SchülerInnen , sondern auch für LehrerInnen. Der eine liebt Dramen, der nächste Gedichte und ein anderer mag die mathematische Struktur der Grammatik. Für die meisten SchülerInnen und LehrerInnen ist die Arbeit an der Verbesserung des Ausdrucks ein eher ungeliebtes Thema. Oft ist man auf der Suche nach geeigneten Methoden, die die SchülerInnen auch zur bewussten und aktiven Auseinandersetzung mit Ausdruck anregen. Ich möchte hier an einem Beispiel zeigen, wie ich in der Kursstufe (Vorbereitung auf bevorstehend Klausuren) vorgegangen bin.

Ich habe den Eindruck, dass die Schulung des Sprachgefühls ein recht schwieriger Prozess ist. SchülerInnen erwarten oft eine einfache Kategorisierung ihres Ausdrucks in richtig und falsch und sind enttäuscht, wenn die Verbesserung von Satzstrukturen oder Wortgruppen sich als ein mühseliger Prozess gestaltet, bei dem meist eine Umstellung auch noch weitere Veränderungen nach sich zieht.

Fehlerschwerpunkte sind sehr oft Einleitung und Schluss eines Aufsatzes sowie die "Gelenkstellen" zwischen den Gliederungspunkten des Aufsatzes. Da Ausdruck am besten im Austausch bearbeitet und verbessert wird, habe ich diese Phase kollaborativ gestaltet. In der Diskussion der S*S, dem "Kampf" um Formulierungen, konnte ich den größten Lernzuwachs erkennen - bedingt durch ständiges Peer-Feedback.

Die Phasen der Arbeit am Ausdruck schlossen sich an die jeweilige inhaltliche Erarbeitung an.

1. Variante

Ich habe ein Word-Dokument erstellt, in dem die Aufgabenstellung (Sachtexterörterung) einschließlich der Gliederungspunkte als Teilüberschriften enthalten waren. Dieses Dokument habe ich entsprechend der Anzahl der SuS (Partnerarbeit) vervielfältigt und über One Drive und Cloudschool zur Verfügung gestellt. Immer 2 S*S haben kollaborativ ein Dokument bearbeitet und zu den entsprechenden Gliederungspunkten kurze Texte verfasst. Durch das gleichzeitige Bearbeiten wurde Korrektur gelesen, Fehler besprochen und verbessert. Meist haben sich die Partner die Gliederungspunkte zur Bearbeitung im ersten Schritt aufgeteilt und dann jeweils beim anderen Korrektur gelesen und Verbesserungen diskutiert.

Waren alle Punkte ausformuliert, wurden die Teilüberschriften gelöscht. Damit erschien nun der zusammenhängende Text. Die SuS merkten, dass die einzelnen Teile jeweils an den "Kontaktstellen" sprachlich bearbeitet werden mussten, um einen Fließtext ohne inhaltliche Brüche zu erhalten.

Feedback der SuS: Arbeit hat Spaß gemacht, digitales Schreiben ist ein einfacherer Arbeitsprozess als analog (leichtere Korrektur, copy & paste, auch von zu Hause aus kollaborativ bearbeitbar), Gliederung schreiben ist wichtig - habe ich bis jetzt meist ignoriert und bin nach Gefühl vorgegangen

2. Variante

Nach der Behandlung eines epischen Werkes soll in Vorbereitung der Klausur noch einmal das Strukturieren und Formulieren geübt werden. Die Textauszüge zum behandelten Werk liegen allen SuS  vor. Der Inhalt ist bekannt und stellt keine Schwierigkeit dar. Allerdings fällt es vielen SuS nicht leicht, ihr Wissen entsprechend der Aufgabenstellung zu sortieren, strukturieren und zusammenhängend zu formulieren. Als Einstieg in diese Arbeitsphase hat die Klasse gemeinsam entsprechend der Aufgabenstellung die Einleitung formuliert - ein Schüler an der Tafel, alle anderen SuS haben die Formulierungen vorgeschlagen, diskutiert, verworfen, geändert.

Damit auch im nächsten Schritt der Austausch untereinander erfolgen kann, aber auch verschiedene Produkte zum Vergleich bereitstehen, wurde die Klasse in 3 Gruppen geteilt. Jede Gruppe hat innerhalb der vorgegebenen Zeit auf einem A3-Blatt Folgendes zu erstellen:

ausformulierte Einleitung
Gliederung des Interpretationsaufsatzes
zu jedem Gliederungspunkt - Inhaltsangabe (Stichpunkte, Cluster, ...)
zu jedem Gliederungspunkt - die ersten 3-5 Sätze ausformuliert
ausformulierter Schluss

Am Ende steht die Auswertung und Besprechung im Plenum.
In der Erarbeitungsphase konnte ich beobachten, wie Gliederungspunkte, deren präzise Formulierung und Reihenfolge im Text diskutiert wurden.

Präsentation und Auswertung müssen noch erfolgen.

Mein Fazit bis jetzt: Kollaboratives Schreiben ist für Arbeit am Ausdruck sehr zu empfehlen. Schreibprozesse sind, gerade unter den Bedingungen der Digitalisierung, als wirkliche Er- und Bearbeitung im Kommunikationsprozess mit anderen gestaltbar und ein großer Gewinn für S*S.

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Digitale Kompetenzen in der VUCA-Welt https://ibieler.com/blog/edu/vuca blog/edu/vuca Sat, 19 May 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Wir leben in einer VUCA-Welt. Vuca steht für volatility - uncertainty - complexity - ambiguity. Dieses aus dem Management-Bereich stammende Akronym beschreibt nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Gefühlslage in Zeiten der digitalen Transformation sehr gut: flüchtig, unsicher, komplex und mehrdeutig.

vuca

Bildung ist von diesen Eigenschaften genauso betroffen. Frage ist, wie alle Beteiligten darauf reagieren und damit umgehen - dies war auch die Fragestellung hinter dem Thema der Bildungsparade der Bildungspunks. Ich denke, VUCA braucht auch eine VUKA-Antwort. Hier mein Versuch:

1. Visionen

Man braucht Vorstellungen, Leitbilder, Zielvorstellungen - Visionen. Ohne dieses kreativen Träumereien bleiben Entwicklungen im Hier und Jetzt stecken. Die Zielformulierung ist meiner Meinung nach sehr wichtig, denn ich muss wissen, wohin es geht. Egal, ob der zu erreichende Zustand noch sehr utopisch und entfernt anmutet, er fungiert als Positionslicht, als Fokus und gleichzeitig als Motivation. Wichtig erscheint mir auch der Plural: VisonEN - nur das Entwerfen verschiedener Vorstellungen von Zukunft bringt uns durch das Abwägen, Kritisieren und Vergleichen voran.

2. Unterstützung

Visonen enstehen zwar oft aus Ideen einzelner, aber erst durch Austausch mit anderen wird der Gedanke entfaltet und es entsteht ein Zukunftsbild, das als Ziel anvisiert werden kann. Um diese Bilder als Vision zu etablieren, sind Gleichgesinnte notwendig. Leute, die in dieselbe Richtung denken, diese Entwicklung mittragen wollen. Visionen, als inneres Bild einer Zukunftsvorstellung, benötigen immer Unterstützung, die die Ideen tragfähig werden lassen.

3. Kollaboration

Untestützung allein reicht nicht aus. Dies hat sicher schon jeder gemerkt. Aus der helfenden Hand muss sich Teamarbeit entwickeln. In Zeiten von digitalen Strukturen ist dies auch einfach zu realisieren. Networking muss als Grundvoraussetzung für heutiges Lernen, Lehren und Arbeiten verstanden werden. Erfahrungen und Sichtweisen sind unterschiedlich und beinhalten so ein Potential, das Visonen auch erst dazu macht - vom Gedanken, der Idee, der Spinnerei zum konkreten Ziel mit all seinen Bedingungen und Auswirkungen. Dies kann ein Einzelner icht leisten.

4. Akzeptanz

Hier soll es nicht um die Akzeptanz von anderen Meinungen gehen, das setze ich als Selbstverständlichkeit voraus. Die Akzeptanz, andere, begründete Ziele und Wege zu gehen, muss gesichert sein. Eigene Haltungen und Denkweisen als überlegen darzustellen, wird alle vorangegangenen Punkte zunichte machen. Digitale Transformation bedeutet, viele unterschiedliche Stufen dieses Prozesses zu durchlaufen. Dabei sollten andere, die in ihrer Entwicklung noch nicht so weit sind, weder belächelt noch herabgesetzt werden. Auch muss es möglich sein, eigene Ziele zu entwickeln, zu etablieren oder sich gegen andere Zielsetzungen abzugrenzen. Die Vielfalt der digitalen Möglichkeiten lässt viele Wege offen. Bedingungen sind so unterschiedlich wie die Köpfe, die mit ihnen arbeiten müssen.

Aus diesen 4 Punkten heraus möchte ich noch einen 5. Punkt ergänzen, der sich durch alle Arbeitsweisen, Zielvorstellungen und Wege ziehen sollte:

Wertschätzung

Eine wertschätzende Grundhaltung allen Beteiligten gegenüber ist die Basis des Agierens. Kritisches Denken, Austausch von Argumenten und Findungsprozesse sind nur produktiv möglich, wenn anderen und deren Leistungen Achtung entgegengebracht wird. Dies heißt, Anerkennung der unterschiedlichen Voraussetzungen, Entscheidungen und Ziele. Gleichzeitig bedeutet es auch, die Verpflichtung zur Kommunikation, zum Diskutieren. Dies bringt immer voan, eröffnet die Perspektive auf neue Sichtweisen und die Erschließung eigener Resourcen.

Und wer jetzt mitgezählt hat, ist auch auf die vielgelobten 4K's gekommen: Kreativität, Kollaboration, kritisches Denken und Kommunikation. Ohne die geht sowieso nichts. ;)

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Wakelet: soft skills https://ibieler.com/blog/edu/wakelet blog/edu/wakelet Fri, 18 May 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Das Thema der Mai-Beitragsparade der Bildungspunks lautet "Erlernen von Soft Skills für Lehrer*innen". Interessant und wichtig - ohne Frage, aber erst einmal wollte ich klären, was genau diese Soft Skills ausmacht, was gehört dazu, wie definiert man sie.

Im Netz stößt man auf eine Reihe von Artikeln zu diesem Thema. Unterschiedliche Kompetenzen werden aufgelistet oder auch als Schlüsselqualifikationen bezeichnet. Genau wie der Begriff für diese Skills sind auch die Definitionen, Zuordnungen und Abgrenzungen - soft, was aber nicht mit unwichtig gleichzusetzen ist. Im Gegenteil, in der heutigen Zeit, in der Wissen (harte Fakten) den berühmten einen Klick entfernt sind, spielen "weiche Faktoren" wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Toleranz oder auch Selbstorganisation eine immer größere Rolle.

Also, warum nicht die eigenen Soft Skills stärken, indem man einen Blick auf eine neue Möglichkeit der Organisation wirft:

Wakelet (kostenloses curation-tool)

wakelet

Ich habe hier unter "soft skills" einige interessante Artikel gesammelt und veröffentlicht. Das "Wake" kann auch kollaborativ gefüllt werden, allerdings nur von Leuten, die auf Wakelet angemeldet sind.

Viel Spaß beim Lesen und vielleicht auch ausprobieren!

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Lernorte wie bei Starbucks? - Lernprozesse bitte auch - mit 4Ks kein Problem https://ibieler.com/blog/edu/lernortstarbucks blog/edu/lernortstarbucks Sat, 12 May 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Muuß-Mehrholz erklärt in seinem Artikel "Was Schulen von Starbucks lernen können", wie Lernorte der Zukunft bzw. im 21. Jahrhundert (und wir haben immerhin schon 2018) funktionieren sollten. Diese neue Orte sind nicht mehr die Lernfabriken des 19. Jahrhunderts, sondern Coworking Spaces. Er zieht den Vergleich zu Starbucks. Und obwohl im einleitenden Absatz zu lesen ist: "dieser Beitrag fokussiert diese Raumfragen" - lese ich da viel mehr heraus. Für mich geht es in diesem Beitrag auch um die Frage nach einer neuen Struktur von Bildung im 21. Jahrhundert. Raumfragen sind ja immer auch an Arbeitsweise und -inhalte gebunden und deshalb spiegeln die im Artikel dargestellten Vorlieben für "Bibliotheken, Kaffeehäuser und Coworking-Spaces" dieses veränderte Lern- und Arbeitsverhalten wider - sie sind sozusagen der Platz für die 4Ks, die die Basis für erfolgreiche Lehr- und Lernarbeit bilden.

Anderseits beeinflussen natürlich auch vorhandene räumliche Möglichkeiten die Zusammenarbeit, fördern Kollaboration, Kommunikation oder ermöglichen auch Phasen der Konzentration des Einzelnen. Das vor Augen, sieht man die vorhandene Raumstruktur in Schulen sehr kritisch, aber auch das Potential, das sich hier eröffnen kann.

Wenn in Schule kompetenzorientiert unterrichtet werden soll, muss es auch möglich sein, Arbeitsweisen zu nutzen, die dafür notwendig sind. Bei einer Klassenstärke von 25 S*S lässt sich z.B. Gruppenarbeit in einem Raum schlecht durchführen (Platzmangel, Lautstärkepegel). Wie sollen die 4Ks da erfolgreich zum Einsatz kommen? Kommunikation, Kollaboration benötigen ebenso wie Kreativität und kritisches Denken Freiräume - gedankliche und räumliche.

Lernprozesse benötigen FreiRÄUME. Gruppen müssen sich immer wieder neu finden können, denn feste Klassen- und Fächerstrukturen entsprechen nicht den Anforderungen der Zukunft. Projektbasierter Unterricht erfordert entsprechend den verschiedenen Phasen der Projektarbeit unterschiedliche Arbeitsprozesse und verschiedene Formen der Zusammenarbeit - und hier sollte man auch unbedingt über den Schulraum hinaus denken.

Neben den lokalen Voraussetzungen gehört aber auch gedankliche FREIräume. Diese zu schaffen bedarf es der inneren Bereitschaft dazu. Man muss verstanden haben, dass Bildung nicht mehr so funktioniert/funktionieren kann wie vor 20 oder 30 Jahren. Die Entwicklung in jeglicher Hinsicht - Wissen, Können, Technik, Gesellschaft - müssen im Bildungsbereich widergespiegelt werden, ja eigentlich muss der Bildungsbereich der Vorreiter der Entwicklung sein. Dies resultiert allein schon aus der Tatsache, dass in Schule und Hochschule die zukünftige Generation ausgebildet wird. Die Gestaltungsoptionen der Lernprozesse sollten frei wählbar sein - abhängig von Thema, Lehrperson, Lerner, technische Voraussetzungen, egal ob digital oder analog. Nicht entweder oder, sondern sowohl als auch!

Tools, Arbeitsmethoden lassen sich wählen und anpassen - wichtig ist der Fokus und die Verantwortung der Lehrperson. Mit ihr steht und fällt die Form des Unterrichts - sie setzt das Setting und ebnet den Weg für Bildung im 21. Jahrhundert  - oder auch nicht. Bedeutet: man muss als lehrende Person life long learning verinnerlicht haben. Nur wenn man weiß, welche Möglichkeiten es gibt und deren Vor- und Nachteile testet, kann man (richtige) Entscheidungen treffen. Deshalb hatte ich versucht, Bekanntes mal ein wenig zu sortieren. Habe aber gemerkt, dass diese Kategorisierung schwierig ist - es greift alles ineinander. Trennen kann man so wirklich nicht.

Mindmap - Möglichkeiten und Tools, die 4K's umzusetzen:

coggle

Über den Link in der Überschrift gelangt man zur Mindmap - die ist offen und darf/soll ergänzt werden. Bitte tobt euch aus - ergänzt, verändert, korrigiert!

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Impulsflut im Netz als Chance sehen https://ibieler.com/blog/edu/impulsflut blog/edu/impulsflut Sat, 14 Apr 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Die Bildungspunks fragten nach dem Umgang mit der Impulsflut in Twitter und Co.

Impulsflut

  • ich mag Impulse, Flut nicht. Aber man kann Fluten kanalisieren und sie nutzen.

Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass die Menge an Informationen, die jeden Tag durch SoMe und speziell über Twitter herein prasselt, mich nicht stört. Liegt sicher an der Einstellung - ich entscheide, wann ich nachsehe, was ich lese, wem ich antworte, was ich verschiebe u.s.w. Die Vielzahl von Infos sehe ich als Chance - Chance für neues Wissen, vertiefendes Verständnis, konkrete Hinweise, Ablenkung, Spaß, Hobbies. Die Entscheidung, in welche Rubrik ich etwas einordne, fällt sehr schnell. Die weitere Reaktion hängt natürlich vom Zeitfaktor und auch von der Stimmung ab. Aber in erster Linie sehe ich den Sinn von SoMe darin, durch Vernetzung zu lernen und neue Perspektiven zu eröffnen und zwar global gesehen.

Standpunkt

Wir können alle voneinander lernen. Ich muss nicht auf jedem Gebiet ein Meister sein, kann aber jederzeit mein Wissen erweitern und möchte dies auch. Eine gesunde Portion Neugier, Aufgeschlossenheit und Lernwille gehören dazu.

Strategie: curation

Die vielen Tipps und Ideen, die uns im Netz zu jeder Zeit begegnen, sollten genutzt werden. Und natürlich kann man das nicht allein. Viele der Dinge sind nicht mein Fachgebiet. Allerdings denke ich, dass in unseren TL genug Leute sind, die vielleicht genau diesen einen Hinweis gebrauchen können - deshalb finde ich es sehr wichtig Links, Neuigkeiten, Meldungen, Termine zu teilen.  Content wird ausgewählt, gesammelt, zusammengefasst und zur Verfügung gestellt, wenn man so will, also gepflegt - nichts anderes ist curation.

Das Cambridge Dictionary definiert curation so:

impulsflut

dictionary.cambridge.org/de/worterbuch/englisch/curation

Und in diesem Sinne versuche ich auch SoMe zu nutzen - nicht so sehr für mich (ich lerne dabei natürlich auch jede Menge), mehr für die Allgemeinheit. Wenn man es mit der obigen Definition vergleicht, gefällt mir der Bezug zum Festival sehr gut - viele verschiedene Inhalte ergeben ein großes Ganzes und werden erlebt und zwar mit Freude. ;)

Werkzeuge

seit kurzem auf Twitter natürlich - Lesezeichen so funktioniert's

scoop.it - als curation-Platform (sollte man sich aber nach der letzten Anpassung der Tarife genau anschauen) hier mein scoop.it zu assessment - learning and teaching - coaching

ziemlich neu: wakelet: bin gerade beim Testen und mein erster Eindruck ist sehr gut - leicht zu strukturieren, übersichtlich und man kann auch kollaborativ arbeiten. Hier zum Reinschauen - meine Wakes für link: http://wke.lt/w/s/GiWPj text: tools), teaching oder Professional development.

natürlich evernote - man kann hier (sehr ausgewählt) Notizbücher teilen - mit einem bestimmten Personenkreis oder auch öffentlich

Man sollte also den vielen Impulsen positiv gegenüberstehen - es kommt drauf an, was man draus macht.

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LMS in fast analoger Schulumgebung https://ibieler.com/blog/workflow/lms blog/workflow/lms Sat, 14 Apr 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Da ich an einer Schule unterrichte, an der die Ausstattung ein Unterrichten mit digitalen Medien sehr erschwert bzw. teilweise unmöglich macht, habe ich für mich einen Weg gefunden, meinen digitalen Workflow so umzusetzen, dass ich doch meist auf Materialien, Aufgaben, Apps u.s.w. zugreifen kann. Außerdem wollte ich auch Schülern bestimmte Materialien zur Verfügung stellen und ihnen so Lernen, Nachholen von Stoff oder auch die Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Prüfungen ermöglichen - und zwar ohne persönliche Anmeldung mit ihren Daten.

Meine Lösung - cloudschool:

cloudschool

Dieses lehrerbasierte Lernmanagementsystem habe ich auf dem excitingEdu 2017 vorgestellt. Hier der Link zur Prezi dazu.

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Building Thinking Classrooms https://ibieler.com/blog/edu/thinkingclassrooms blog/edu/thinkingclassrooms Sat, 07 Apr 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

tweet

Link zum Tweet

Björn Nöltes Tweet machte mich auf die tolle Sketchnote "Building Thinking Classrooms" von Laura Wheeler (in Zusammenarbeit mit Peter Liljedahl) aufmerksam. Und die Idee, diese kanadischen Vorstellungen diskutieren zu lassen - nicht nur im Seminar mit Referendaren, ließ mich nicht los. Da stecken viele Gedanken, Konzepte, Vorstellungen drin, über die man ins Gespräch kommen kann. Potential für Diskussionen zum Austausch von Ansichten über didaktische Konzepte, Strukturierung, Bewertungen, ...  - also "Professional Development"-Potential.

Deshalb dachte ich, dass eine deutsche Variante dieser Sketchnote vielleicht hilfreich wäre. Mit einigen Dingen bin ich noch nicht zufrieden - aber vielleicht hat ja jemand von euch noch ein paar Tipps - Änderungen jederzeit möglich.

It's work in progress! ;)

buildingthinkingclassrooms
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Datenablage - wo und wie https://ibieler.com/blog/workflow/datenablage blog/workflow/datenablage Sat, 07 Apr 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Dies ist ein (links: https://bildungspunks.de/daten-ablage-im-internet-auf-usb-evernote-co-sonst-wo-was-bringt-welche-vorteile/ text: Beitrag zur ersten Beitragsparade für die Bildungspunks).

Das Thema Daten spielt für alle Lehrer eine große Rolle - egal, ob im Regal und Papierstapel gesucht wird oder in einem digitalen Speichermedium. Datenschutz, Datenablage, Datensicherung, Teilen von Daten,... die Datenverwaltung sind entscheidende Kategorien, die jeden Lehrer beschäftigen.

Im Zeitalter fortschreitender digitaler Möglichkeiten stellt sich die Frage, wie sortiere ich meine Daten und wo lege ich sie sicher ab, immer wieder neu. Anforderungen ändern sich, Möglichkeiten eröffnen sich - egal, man ist eigentlich immer auf der Suche nach DER Lösung. Die Lösung schlechthin wird es aber nicht geben. Deshalb ist, wie ich finde, der Austausch über dieses Thema wichtig.

Im Folgenden möchte ich kurz vorstellen, wie ich vorgehe.

Ausgangsbedingungen:

An meiner Schule existiert kein flächendeckendes WLAN. Nur ein paar Räume sind erfasst, mehrere Gebäude gar nicht. Für SchülerInnen herrscht Handyverbot, ein Lernmanagement existiert nicht. Es stehen 28 Laptops für die Schüler zur Verfügung, die aber nicht optimal gewartet werden und so nicht immer voll einsatzbereit sind - also kein verlässliches Arbeitsmittel darstellen. Die KollegInnen sind untereinander kaum vernetzt.

LMS

Wenn ich also Datenablage betreibe, dann eher für mich als Ordnungsprinzip. Um aber trotzdem den SchülerInnen einen gewissen Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen, habe ich mich für ein persönliches Lernmanagementsystem entschieden - cloudschool.

Hier kann ich meine Material und Aufgabenstellungen geordnet nach Fächern und Klassenstufen oder auch projektbezogen ablegen - nicht nur für die Schüler, sondern auch für mich. Eine Kollegin ist neugierig geworden und schaut immer mal auf cloudschool bei mir vorbei, insofern ist also auch ein Teilen der Materialien und Ideen möglich. Mir gefällt das System von cloudschool sehr gut - einfache, übersichtliche Struktur, intuitive Handhabung.

Notizverwaltung

Daten sammeln, ordnen, suchen und  - vor allem finden: dafür ist bei mir evernote zuständig. Ich liebe das Tag-System. Durch die Schlagwörter finde ich sofort, was ich suche. Auch das Einsortieren in Notizbücher und deren Stapelbildung bleiben einfach und überschaubar. Allerdings gibt es da auch, trotz Premium-Account, Beschränkungen, darauf hat Monika Heusinger in ihrem Blogpost schon verwiesen. Also - wieder neu nachdenken!

Materialien mit SchülerInnen teilen hält sich bei mir auf Grund der oben beschriebenen Situation in Grenzen. Wenn nötig, können meine SchülerInnen über cloudschool auf die Sachen zugreifen. Dort finden sie direkt in ihrer Klassestufe und ihrem Fach die Arbeitsanweisungen, Bilder, Links zu Prezis oder Google Docs, Learning Snacks oder Quizlet. Auch QR-Codes kann man integrieren. Personenbezogene Daten werden nicht über cloudschool von mir erfasst. Die SchülerInnen greifen über meinen Account zu.

Desweiteren nutze ich Google Drive zum Teilen mit einigen wenigen Kollegen und Freunden, Dropbox eher weniger. Um den Workflow zu vereinfachen, gibt es sicher zahlreiche Tools. Aber nicht immer ist eine Vielzahl davon auch hilfreich. Einige Tools habe ich ausprobiert, aber die Nutzung ist mehr und mehr zurückgegangen. Dazu zählen: Pocket, Buffer, IFTTT, Workflow.

Noten, Anwesenheit, ...

Für Daten, die ich für die Schülerverwaltung brauche (Noten, Anwesenheit, Bemerkungen), nutze ich Teachertool. Das hat sich für mich schon seit einigen Jahren bewährt. Die erste Zeit habe ich auch doppelte Buchführung betrieben, aber mittlerweile läuft alles digital und ich sichere immer am Monatsende die Daten. Fazit: läuft.

Allerdings möchte ich nicht auf meinen analogen Lehrerkalender verzichten - Termine merke ich mir besser, wenn ich sie aufschreibe, Zurufe von Schülerinnen und Kolleginnen, sowie die gesamte Zettelwirtschaft, die an meiner Schule so anfällt, wandern hinein und werden später dann, wenn möglich und nötig, digitalisiert verschoben.

derzeitige Einschätzung

Alles in allem bin ich eigentlich immer unzufrieden und habe das Gefühl, es geht noch besser. Dieses Gefühl wird sicher auch noch so lange bestehen bleiben, wie sich mein digitaler Workflow noch mit dem analogen der Schulrealität überschneidet. Und ich hoffe auf einige neue Ideen, wie sich Strukturen und Workflow verbessern lassen. Im Moment landet fast alles auf Festplatten. Stellt sich die Frage, sind Cloud-Lösungen besser, sicherer? Sollte man sich doch ein NAS zulegen? Allerdings würde ich mir wünschen, dass ich mir da überhaupt keinen Kopf machen müsste und alles zentral über ein Bildungsmanagementsystem laufen würde. (Wunschdenken oder Zukunftsmusik?)

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digital geprägtes Arbeiten - aus egoistischen Gründen heraus https://ibieler.com/blog/workflow/digitalarbeiten blog/workflow/digitalarbeiten Sat, 17 Mar 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Gestern las ich Monika Heusingers Blogpost "Leben in einer digital geprägten Welt", den sie für die Blogparade in Vorbereitung des SaarCamps geschrieben hat. Sie wirft darin die Frage auf: Was bedeutet digitale Transformation für unser Leben? Heute gab es auf Twitter eine Diskussion über genau diesen Prozess der Transformation in der Bildung. Viele Schulen befassen sich mit der Integration digitaler Medien, manche sind Vorreiter und andere wiederum versuchen es noch zu ignorieren. Frage, die viele beschäftigt, ist, wie beteiligt man die KollegInnen, wie überzeugt man sie, dass der Einsatz digitaler Medien ein Fortschritt im Prozess Bildung sein kann.

tweetgross

Marc Seegers' Tweet zeigt die Verteilung in den Kollegien - von Protagonisten bis Antagonisten - in jedem Kollegium sind Vertreter des gesamten Spektrums zu finden. Wie nimmt man nun alle KollegInnen mit auf dem Weg der digitale Transformation der Schule? Kann man das überhaupt? Hier ist Gespür gefragt:

tweetklein

Sicher gibt es viele Ansatzpunkte, aber den einzelnen Kollegen gewinnt man nicht per Anordnung, überzeugt man nicht mit einem Beschluss. Am besten funktioniert immer noch das Beispiel - zeigen, was man macht, wie man es macht und was es für Vorteile bringt.

Und ganz ehrlich, warum ich angefangen habe, meine Arbeitsweise umzustellen und digital Medien zu nutzen, hatte einen ganz simplen, egoistischen Grund - weniger Arbeitsaufwand.
Ich denke, dass das auch ein Argument ist, was den meisten KollegInnen selbst der Gruppen "konservativ" und "skeptisch" (s.o.) einleuchtet.

Im Laufe eines analogen Lehrerlebens häufen sich Tonnen von Papier an: Tests, Klausuren, Erwartungshorizonte, Materialien, Quellen, Elternbriefe, Informationszettel, Fachschaftsprotokolle, Fachkonferenzmitschriften, ... Wer da den Überblick behalten will und auf Nachfrage sofort das richtige Blatt Papier findet, muss pedantisch organisiert sein.

Ich war's nicht! Irgendwo hatte ich da mal was - und das Suchen ging los.
Selbst wenn man wusste, in welchem Ordner das Pamphlet steckte, es musste gesucht werden - zu Hause. Gebraucht hätte man es aber sofort - zur Dienstberatung, Fachschaftssitzung oder in der Unterrichtsstunde oder Elternversammlung.
Dieses Dilemma gehört endlich im digitalen Zeitalter der Vergangenheit an. Ein Notizprogramm wie z.B. Evernote mit einer ordentlichen Ordnungs- und Suchfunktion liefert heute auf Stichwort in Sekundenschnelle das entsprechende "Papier".
Erst belächeln die Kollegen die Affinität zu Smartphone oder Tablet und natürlich sind Sprüche wie " Das habe ich aber schneller aufgeschrieben, als du das eingetippt hast" vorauszusehen. Aber es dauert nicht lange, bis die ersten, die nach einer Info suchen, kommen und mal eine schnelle Auskunft möchten.
Genauso klappt das auch mit der Integration digitaler Medien im Unterricht. Schüler sind motiviert, erstellen selbstständig Arbeitsblätter, arbeiten zusätzlich.
Kollegen staunen, fragen nach und dann ist ganz schnell mal erklärt, wie Kahoot funktioniert oder LearningSnacks erstellt werde.

Erst wird der Aufwand beklagt, aber im Nachhinein sieht man die Vorteile der digitalen Medien als Lehrer für den eigenen Arbeitsprozess und für den Unterricht:
-schnell gefunden
-immer wiederverwendbar
-leicht abzuändern und anzupassen.

Informationen sind immer zugriffsbereit. Das bedeutet also nach einer gewissen Phase der Einarbeitung eine wirkliche Zeitersparnis und Arbeitserleichterung. Nicht zu reden von dem didaktischen Mehrwert, der aber als Argument allein oft nicht überzeugend genug ist - leider.
Glücklicherweise merken die KollegInnen dann selbst, wie der Einsatz digitaler Medien nicht nur ihren eigenen Arbeitsprozess verändert, sondern dass sie damit den Unterricht anders - effektiver, motivierender, personalisierter - gestalten können.

Einen gewissen Druck kann natürlich auch von oben aufgebaut werden, in dem man konsequent von der Leitungsebene her digital kommuniziert. So werden sich KollegInnen gezwungen, sich mit den Tools auseinanderzusetzen und ein digitaler Workflow kann entstehen - an den sich bestimmt jeder schnell gewöhnt.
Die Hemmschwelle im Umgang mit digitalen Medien sinkt und das kollaborative Arbeiten kann sich im Kollegium etablieren. Ein Übertragen auf Unterrichtsprozesse ist so einfacher.

Den digitale Medien wird sich Schule nicht entziehen können. Der Transformationsprozess ist, wie so oft im Bereich Bildung, ein langsamer, aber stetiger!

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#didacta2018 und Motivation https://ibieler.com/blog/events/didacta blog/events/didacta Thu, 01 Mar 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links:

didacta

Der Besuch der didacta2018 war wieder eine Inspiration und als Bildungspunk Pflicht.

bildungspunk

Inspirierend war der Austausch - weniger die Austellungen. Es war viel, auch im Vorfeld, die Rede von digitaler Bildung oder Bildung und Zukunft. Und man merkte wieder genau - entscheidender Faktor für Bildung ist der Faktor Mensch. Digitale Bildung geht nicht ohne Technik, aber nur Technik allein ist keine digitale Bildung. Digitales Arbeiten - eine Tätigkeit, bei der Lehrende und Lernende digitale Werkzeuge nutzen und digitale Wege beschreiten. Die vielfältigen Möglichkeiten der digtalen Arbeitsweise eröffnen sich erst im Gestaltungsprozess selbst - durch Kollaboration, Kommunikation, kritisches Denken und Kreativität. Machen ist angesagt! Ausprobieren! Kontakte knüpfen und dann zusammenarbeiten!

tweetup

Visionen sind unerlässlich, um Ziele zu setzen, zu motivieren und zu erreichen. Dazu braucht man oft keine vorgegebenen Kompaktlösungen, aber eine bestimmte Einstellung. Digitale Bildung ist also Haltungsfrage - sehr schön in einem Tweet von Jan Vedder auf den Punkt gebracht:

janveddertweet

Link zum Tweet

Und genau für meine Motivation habe ich die didacta genutzt. Treffen mit Bekannten, Austausch! Schön sind auch immer die ersten F2F-Begegnungen nach einer doch schon längeren Twitter-Bekanntschaft. Und es tut gut zusehen, wie man überall mit ähnlichen Problemen kämpft. Dieses Kämpfen auch bei anderen festzustellen, ist gleichzeitig Ermutigung und stärkt die Haltung - die Einstellung: digitale Bildung ist auf dem Weg. Große Lösungen (siehe ella in BW) scheitern, aber die digitale Bildung hängt nicht von solchen (vielleicht auch fraglichen) Großlösungen ab. Die Menschen, die Bildung machen, sind es, die das System voranbringen.

Individualisierung ist sicher ein Teil der Lösung - kleine eigenständige, kompatible, miteinander vernetzte Teile/Menschen, die ein großes Miteinander schaffen - mit dem Blick für wichtige Dinge in der Bildung.  Die technische Grundausstattung gehört dazu, als Basis. Aber wichtiger sind m.E. Inhalte, freie, veränderbare und anpassbare Inhalte - OER.

Ich wünsche mir viel mehr Gelegenheiten, die solche Treffen wie auf der didacta möglich machen und Kollaborationen anstoßen. Mein erstes Vorhaben wird sein, mich auf der rpi-virtuell-Seite umzuschauen. Jörg Lohrers und Friederike Wenischs Arbeit haben mich neugierig gemacht.

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Infogram - Tool zum Erstellen von Infagraphiken https://ibieler.com/blog/tools/infogram blog/tools/infogram Sat, 24 Feb 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich externe Links.

Für Präsentationen nutze ich meist prezi. Ich bin nicht rundum zufrieden damit, im Moment erscheint es mir oft etwas zu verspielt. Nüchterne, auf den Inhalt fokussierte Darstellungen sind mir lieber. Und da kommen die Infografiken ins Spiel. Schon länger bin ich auf der Suche nach einem Tool zum Erstellen von Infografiken - bis jetzt erschien mir alles zu kompliziert, teuer, umständlich.

Prezi und infogram haben sich im Mai diesen Jahres zusammengeschlossen. Über die Prezi-Seite bin ich dann auf infogram gestoßen. Die kostenlose Basis-Variante offenbart ein tolles, einfaches und intuitiv zu bedienendes Tool. Alle möglichen Arten von Diagrammen lassen sich einbinden, genauso wie Texte, Karten und Videos. Anpassungen lassen sich leicht vornehmen. Man kann von Google Drive, One Drive oder Dropbox Daten hochladen.

Hier mein nicht ganz ernst gemeinter Versuch der Darstellung, was ein Lehrer so kurz vor Schuljahresbeginn noch zu tun hat. (Angaben frei geschätzt ;))

link:https://infogram.com/lehrertatigkeit_vor_schuljahresbeginn text: Lehrertätigkeit vor Schuljahresbeginn)

infogram

Die Infografiken lassen sich über die sozialen Medien verteilen oder auch über Mail. Ebenso kann man sie auf infogram veröffentlichen. Ein Wordpress-Plugin gibt es auch. Es ist also auf alle Fälle einen Versuch wert.

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Lehrer*innen(fort)bildung - Kritik und Wunsch https://ibieler.com/blog/edu/fobikritik blog/edu/fobikritik Sat, 10 Feb 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Wir haben das 21. Jahrhundert - Zeitalter von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Bildung im 21. Jahrhundert kann sich dieser Entwicklung nicht verschließen. Vor dem Hintergrund, dass wir als Lehrkräfte Kinder und Jugendlichen fit für eine Zukunft machen sollen und wollen, die wir selbst kaum abschätzen können, müssen gerade wir an den aktuellen Trends dranbleiben. Deshalb hat die Lehrer*innenbildung - angefangen von der Ausbildung bis zur Fort- und Weiterbildung - größten Stellenwert. Lifelong Learning ist nicht umsonst ein Schlagwort unserer Zeit.

Inhalte von Lehrer*innen(fort)bildung

müssen also immer auf dem neuesten Stand sein. Interesse der Lehrkräfte ist selbstverständlich. Schaut man sich aber die Angebote an, sind gute, innovative Veranstaltungen rar. Eine fachlich fundierte Ausbildung vorausgesetzt, wünschen sich die meisten Kollegen Hilfe und Unterstützung in ganz konkreten Fragen zu Unterrichtsplanung und -methoden, Austausch mit Fachkollegen über Abläufe, Organisation und Bewertung. Außerdem werden auch in breiterer Front die Fragen zur digitalen Bildung lauter: technische Möglichkeiten, Umgang mit speziellen Programmen und Apps, Datenschutzregelungen... Gerade in diesem letztgenannten Bereich besteht ein großer Nachholbedarf bzw. dringender Handlungsbedarf. Wer digitale Bildung (ich benutze den Begriff trotz der vielen Diskussionen) in Schule bringen will, muss bei der Lehrer*innen(fort)bildung beginnen. Viele KollegInnen werden nichts wirklich umsetzen, wenn sie selbst nicht wissen wie. Erst wenn Tools, Apps, Programme, Abläufe wirklich vom Lehrer genutzt werden, kann er sie auch lehren. Hinzu kommt, dass jeder Lehrer eigene Ansprüche und einen eigenen Bedarf der Fortbildung hat. Digitale Hilfsmittel können hier Mittel zu Individualisierung sein, Tempo, Zeit und Inhalte können selbst bestimmt werden.

Organisation von Lehrer*innen(fort)bildung

Hier liegt meines Erachtens nach großes Potential, wenn Bildungspolitik die digitalen Möglichkeiten zulässt und nutzt. Zuallererst muss aber auch die Fortbildungsbereitschaft der Kollegen eingefordert werden. Ich denke, dass eine verpflichtende Anzahl von Fortbildungsveranstaltungen wichtig ist. Im Moment wird dies bei uns nicht verlangt. Föderalen Strukturen sind in dieser Hinsicht auch hinderlich. Ich wünsche mir, dass egal, wo und welche Fortbildung ich besuche, die Teilnahmebestätigung im eigenen Bundesland anerkannt werden wird. Wenn man sich die Organisation der Fortbildung in meinem Bundesland anschaut, offenbart sich noch großes Potential. Die Angebote sind meist Frontalveranstaltungen, einmalige Seminare - stundenlang jemandem zuhören, kein Austausch, keine Zusammenarbeit. Das Feedback der Kollegen ist dementsprechend.

Wer schon einmal ein Barcamp oder educamp besucht hat, weiß, dass Fortbildung auch anders sein kann - interessant, anregend, viel Austausch, Ausprobieren, Learning by doing, kollaborativ. Dieses Potential sollte mehr als Fortbildungsformat im Bildungsbereich genutzt werden. Zumal es auch Vernetzungen schafft, die sich positiv auf die Schulkultur auswirken - gute Beispiele machen schneller die Runde und regen zur Nachahmung an. Fragen können gestellt, Ansprechpartner gefunden werden. Erkenntnisse aus Testphasen von neuen Tools oder Methoden erfordern Austausch - nicht nur einmal im Rahmen eines Seminars, sondern gerade danach sind Kommunikation und Kollaboration entscheidend, um Entwicklungen im Schulalltag anzupassen und zu verankern. Voraussetzungen dafür ist ein engagiertes und aufgeschlossenes Organisationsteam auf Landes- und Schulebene.

Eine andere Möglichkeit für den schnellen Input "nebenbei" sehe ich in Mikro-Fortbildungen von engagierten KollegInnen an den eigenen Schulen. Hier wird mal schnell eine App erklärt, neue Methoden erläutert - in der Mittagspause, Freistunde oder kurz nach dem Unterricht. Diese effektiven Kurztreffen sind super - Kollegen kennen sich, Probleme und schulinterne Abläufe sind bekannt. Nie ist man dichter am eigentlichen gewünschten und benötigten Fortbildungsbedarf der Kollegen. Ein tolles Beispiel dafür hat @FrauSonnig mit dem Kurskiosk kreiert.

netzwerk

Ob beim educamp oder in der Mikro-FoBi, meist sind es einzelne enthusiastische Kollegen, die das organisieren und durchführen. Hier ist stärkere Unterstützung und Anerkennung auf Landesebene gefordert. Die Fortbildung kann nicht privat von den Kollegen gestemmt werden. Es fehlen Anrechnungsstunden und auch die Freistellung der Kollegen, die die Veranstaltungen besuchen möchten. Meist werden Anträge zur Fortbildung nicht genehmigt - Stundenausfall ist die Begründung. Andererseits ist aber die Fortbildung der Kollegen unabdingbar und kann nicht nur am Wochenende stattfinden. Ansonsten wird sich in Bezug auf Bildung im 21. Jahrhundert nicht viel ändern und wir bleiben da, wo wir sind: Organisation aus dem 19. Jahrhundert, Materialien und Methoden aus dem 20. Jahrhundert. Da wird es schwer mit der Ausbildung einer Jugend, die fit gemacht werden soll für die Zukunft.

Warum also nicht die Möglichkeiten nutzen, die uns unsere Zeit bietet und die auch alle im Privatleben selbstverständlich einsetzen? Für die Anforderungen an die Lehrer(fort)bildung gibt es viele digitale Wege und Tools - immer wieder neue, immer wieder weiterentwickelt.

Anforderungen an Lehrer(fort)bildung

-Fortbildung soll zum Handeln anregen
-Austausch von Erfahrungen/Ergebnissen auch über das persönliche Treffen hinaus
-Fortbildung als Reihe geplant, keine frontalen Einzelveranstaltungen
-digitale Vernetzung der Teilnehmer, um Weiterarbeit zu ermöglichen
-Behinderung der Fortbildung durch föderale Strukturen überwinden
-Fortbildungen auf nationaler und internationaler Ebene unterstützen (Notwendigkeit durch Globalisierung gegeben)

digitale Wege und Tools zur Fortbildung und Vernetzung, die ich nutze

Vernetzung über Social Media (Twitter, (links:https://twitter.com/bildungspunks text:#edupnx), #BayernEdu, Facebook, Instagram)
Blogs (Lernen in der Postkreidezeit, Bildungspunks, Alicia Bankhofers Blog, ...)
Tools zur Zusammenarbeit wie Google Drive, Slack, ...
Educamps, Barcamps
Mikrolearning an Schulen
scoop.it - eine Kurationsplattform
Besuch von Lehrerkongressen z.B. excitingEdu
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Digital kompetent: was heisst das? https://ibieler.com/blog/edu/digitalkompetent blog/edu/digitalkompetent Thu, 08 Feb 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Digital kompetent zu sein wird heute erwartet. Schule soll dies vermitteln. Dazu ist es als Lehrperson notwendig, selbst digital kompetent zu sein. Aber was bedeutet das konkret?

laptop

Die Februar-Beitragsparade der Bildungspunks stellt diese Frage und ich möchte darauf mit einer Zusammenstellung von Materialien zu diesem Thema antworten, die nur als grober Überblick verstanden werden kann, quasi als Einstieg in das Thema. Deshalb auch an dieser Stelle die Bitte um Ergänzungen.
Wenn ihr weitere Links, Buchtipps, Sketchnotes, Blogposts, ... habt, nutzt die Kommentarfunktion. Ich erweitere die Liste gern.

Europäischer Referenzrahmen für digitale Komptenzen (engl.)

Bildung in der digitalen Welt. Strategie der Kultusministerkonferenz https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf

Digitale Kompetenz: Die im 21. Jahrhundert unerlässliche Fähigkeit für Lehrende und Lernende https://www.schooleducationgateway.eu/de/pub/resources/tutorials/digital-competence-the-vital-.htm

Digitale Kompetenzen - Raster zur Selbsbeurteilung https://www.na-bibb.de/fileadmin/user_upload/na-bibb.de/Dokumente/06_Metanavigation/01_Ueber_uns/06_ECVET/Raster_digitale_Kompetenzen_DE.pdf

Digitale Kompetenz in Deutschland: Was muss sich ändern? Sichtweise der BertelsmannStiftung https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/smart-country/projektnachrichten/digitale-kompetenz-in-deutschland-was-muss-sich-aendern/

Neue Wege in der Lehrerbildung. Die Qualitätsoffensive Lehrerbildung https://www.bmbf.de/pub/Neue_Wege_in_der_Lehrerbildung.pdf

7 Pillars Of Digital Leadership In Education https://www.teachthought.com/the-future-of-learning/7-pillars-digital-leadership-education/

8 Essential Digital Literacy Skills That Students Need https://www.theedadvocate.org/8-essential-digital-literacy-skills-students-need/

Kompetenzen für eine digitalisierte Arbeitswelt: ein Orientierungsrahmen https://www.scil-blog.ch/blog/2017/11/30/kompetenzen-fuer-eine-digitalisierte-arbeitswelt/

Digitalisierung im Lehramtsstudium von C. Spannagel https://cspannagel.wordpress.com/2017/04/03/digitalisierung-im-lehramtsstudium/amp/

So digital-kompetent sind die Deutschen https://de.statista.com/infografik/12692/digitalkompetenzen-der-deutschen/

Models for successful schools in a digtale age. A research study and literature review via @martin_rist http://users.neo.registeredsite.com/9/1/0/16527019/assets/White_Paper_-_Models_for_successful_schools_in_a_digital_age_final_v2_Dec20.pdf

verschiedene Themen der Beitragsparaden der Bildungspunks https://bildungspunks.de/blog/

Praxisbeispiel DiBiS von #Bayernedu https://bayernedu.wordpress.com

Offenbar wollen einige Länder den Digitalpakt umdeuten von Jan-Martin Wiarda https://www.jmwiarda.de/2018/02/07/offenbar-wollen-einige-länder-den-digitalpakt-umdeuten/

Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien http://l3t.eu/homepage/das-buch/ebook-2013

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Webinar zur digitalen Vernetzung - #edupnx and #friends https://ibieler.com/blog/events/webinaredupnx blog/events/webinaredupnx Thu, 01 Feb 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Jürgen Wagner vom LPM Dudweiler hat ein Webinar zum Thema digitale Vernetzung organisiert. Monika Heusinger und Elke Höfler werden heute am 01.02.2018 von 19.00 bis 20.30 Uhr die Plattform der Bildungspunks zur Vernetzung im Bildungsbereich vorstellen, aber auch andere Möglichkeiten zur Kollaboration und kollegialem Austausch aufzeigen.

logo

Informationen zum Inhalt findet ihr auf der Website der Bildungspunks und auf Monika Heusingers Website. Anmeldungen zum Webinar laufen über Jürgen Wagner oder hier.

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Grundwahrheiten 1 - 10 https://ibieler.com/blog/edu/test blog/edu/test Sat, 27 Jan 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Ein Tweet von Martin Lindner hatte mich beschäftigt:

martinlindnertweet

Offensichtlich ist es in einer Vielzahl von Veranstaltungen immer wieder notwendig Digitalisierung zu erklären bzw. ihren Mehrwert verteidigen zu müssen. Warum diese Rechtfertigung? Die Forderung nach einem Grundwahrheiten-Katalog, der im Sinne von Flipped Classroom im Vorfeld von Veranstaltungen allen zur Verfügung gestellt wird, so dass man nicht erst immer und immer wieder grundsätzliche Fragen klären muss, kreiste mir durch den Kopf.

Was wären denn im Bereich Bildung solche "Grundwahrheiten"? Was sind meine Ansichten, die für mich das Grundverständnis bilden?

So ist innerhalb kurzer Zeit diese Liste entstanden. Ich wollte nicht lange nachdenken und abwägen, sondern vom Gefühl her ein paar Sichtweisen zum Thema Digitalisierung (aus Sicht der) für die Bildung formulieren. Reihenfolge ist völlig zufällig und keine Rangfolge. Das ist dabei herausgekommen:

grundwahrheiten
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Grundwahrheiten #2 https://ibieler.com/blog/edu/grundwahrheiten blog/edu/grundwahrheiten Fri, 26 Jan 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Link zu Canva

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Kommunikation im Lehrerzimmer https://ibieler.com/blog/workflow/kommunikation blog/workflow/kommunikation Sat, 06 Jan 2018 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

sketchnotekommunikation

Die Beitragsparade der Bildungspunks im Januar thematisiert die Kommunikation im Lehrerzimmer. Natürlich gibt es kein Patentrezept. Einerseits ist die Ausgangssituationen an Schulen sehr unterschiedlich, andererseits haben alle Beteiligten andere Ansprüche und Bedürfnisse. Deshalb sind die verschiedenen Möglichkeiten, die zur Kommunikation genutzt werden eigentlich zweitrangig. Viel wichtiger als der Weg, der Kanal, ist die Kommunikation selbst. Im Gespräch bleiben - mit allen Beteiligten - das ist die Grundvoraussetzung für erfolgreiches schulisches Arbeiten.

Zum Austausch von Informationen, Daten, Materialien, Ideen und zum kollaborativen Arbeiten sollte man verschiedene Kanäle nutzen. Es gibt sicher nicht DEN einzigen wahren Kommunikationskanal. Wichtig ist, dass man sich auf verschiedene Bedürfnisse und Möglichkeiten einstellt, aber auch flexibel bleibt und neue Angebote testet und probiert. Und wie immer, der Mix macht's. Auch wenn digitaler Workflow sicher große Vorteile bietet (schnelle Verfügbarkeit und Zugriff, Teilen, Veränderbarkeit), so festigt doch auch die gute alte face-to-face Kommunikation die Beziehungen.

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#excitingEdu 2017 - Review https://ibieler.com/blog/events/excitingedu blog/events/excitingedu Mon, 27 Nov 2017 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Gestern aus Berlin zurückgekommen will ich versuchen, meine Eindrücke vom Lehrerkongress #excitingEdu zusammenzufassen.

planetarium

ExcitingEdu - sind Wiederholungen nicht langweilig?

Bereits in den Jahren 2015 und 2016 habe ich an dieser Veranstaltung teilgenommen. Im Vorfeld dachte ich, man sollte sich vielleicht auch mal auf anderen Veranstaltungen umsehen. Ein wenig hatte ich Bedenken, dass die oft zitierte Filterblase sich negativ auswirken würde - dieselbe Veranstaltung mit denselben Leuten also mit ähnlichem Input. Was sollte das bringen?

Antwort: Viel! Es war wieder ein motivierendes Treffen, nicht nur mit Bekannten, sondern auch mit vielen neuen Leuten. Zum Auftakt im Planetarium hatte David Klett kurz eine Umfrage gestartet, wer das erste Mal beim excitingEdu-Kongress sei, woher die Leute kommen, wer schon Referent war. Und es war klar zu sehen, hier waren nicht nur "alte Hasen" , sondern viele neue Neugierige, an digitaler Bildung Interessierte.

Beeindruckend am Lehrerkongress war das breit gefächerte Spektrum von Themen und der immer mögliche und gut genutzte Austausch. Diese Möglichkeit der Vernetzung, des Lernens finde ich sehr anregend. Auch wenn oft von "Filterblase" die Rede ist - dann ist sie meiner Meinung nach gewachsen, hat sich ausgedehnt. Jeder lernt, jeder hat neue Themen, erweiterte Sichtweisen, inspirierende Ideen. Man muss sich nur drauf einlassen und ausprobieren. Am erstauntesten war ich über die Session von Ulrich Hierdeis zum experimentellen Musizieren. Ich bin kein Musiklehrer, aber das was ich dort probieren konnte, war eine tolle Erfahrung - sozusagen: musikalisches Storytelling! Ich bin immer noch begeistert.

Bildungspunks vorgestellt

Gemeinsam mit Alicia Bankhofer und Christine Skupsch durfte ich unser Projekt "Bildungspunks" vorstellen. Es war schön, einige unserer Follower f2f zu treffen, sich Feedback einzuholen und Tipps zu bekommen.  Egal wie vernetzt man ist, egal wie rege die digitale Diskussion läuft - ein Treffen, ein gutes Gespräch sind einfach nicht zu ersetzen. Viele waren auch einfach neugierig, wer sich hinter den "Bildungspunks" versteckt und was die bildungspunks.de/blog/"Beitragsparaden" sind. Wir hoffen, viele Fragen geklärt zu haben. So konnten wir zum Beispiel auch Bedenken aus dem Weg räumen, man könne sich als Nicht-Lehrer nicht an unseren Beitragsparaden beteiligen. Alle, die sich zum Thema Bildung äußern möchten, können das bei uns tun. Viele kennen das Format, waren oder sind mit Beiträgen aber noch sehr zurückhaltend. Es ist ein großer Schritt, sich in die digitale Welt hinauszuwagen und die eigene Meinung zu äußern. Bedenken, sich angreifbar zu machen, oder Gedanken, dass man nichts Wichtiges beitragen kann, sind oft die gößten Hürden. Wir hoffen, wir konnten einige davon ausräumen.

Networking

Input wird beim excitingEdu unbestritten geliefert. Das Beste aber sind die Kontakte, die man knüpfen kann - denn die bieten den eigentlichen Wissenszuwachs auf lange Sicht. Besonders schön ist es für mich immer, wenn aus den unbestimmbaren Twitter-Profilfotos Gesichter werden. Meist kennt man sich aus einigen digtalen Diskussionen und das Treffen #irl zeigt, dass man die Leute einfach "schon kennt". Die Zeit ist wie immer viel zu kurz für ausgiebige Unterhaltungen. Aber für #schuhtweets reicht sie ;)

schuhtweet

Auf Twitter kann ja gut weiterdiskutiert werden - bis hoffentlich zum nächsten Treffen. Und für uns Bildungspunks war der Kongress auch in Beziehung Organisation sehr erfolgreich - der Ort für unser nächstes Bildungsbrunch steht fest - dank networking. Näheres dazu gibt's bald auf dem Bildungspunk-Blog. Darauf freue ich mich schon besonders und natürlich auch auf November 2018 - zum nächsten excitingEdu.

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2018 und danach? https://ibieler.com/blog/edu/danach blog/edu/danach Sat, 11 Nov 2017 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Das vorletzte Thema der Beitragsparade der Bildungspunks "Wie kann Schulentwicklung in der digitalen Transformation gelingen?" ist ein sehr aktuelles, ein wichtiges Thema und gleichzeitig auch ein vielfältiges. So viele Schulen - so viele Möglichkeiten - so viele unterschiedliche Bedingungen. Deshalb habe ich mich gefragt: Was erwarte ich von Schule und Bildung im Jahr 2018, von Schule und Bildung in der Zukunft? In welche Richtung werden sich Schule und Bildung an sich entwickeln? Sicher ist, dies wird ein Prozess sein, der

a) länger dauert,

b) individuell (von Schule zu Schule) unterschiedlich verlaufen wird,

c) von der digitalen Transformation in der gesamten Gesellschaft abhängt.

Es wird sicher nicht den EINEN Weg geben. Gute Bildung besteht aus Tradition und muss in die Zukunft führen - ein Entweder/Oder wird es nicht geben, eine differenzierte Betrachtung ist unerlässlich, wie auch im Blogpost von Elke Höfler "Raus aus der Filterblase" nachzulesen ist. Differenziert muss aber auch heißen - offen für die neuen (digitalen) Entwicklungen, die jetzt schon die Gesellschaft verändern. Da kann sich Schule nicht abschotten. Digitale Transformation eröffnet nicht nur Möglichkeiten, analoge Prozesse ein wenig schneller oder auch papierlos zu gestalten. "Das Medium ist die Botschaft"  stellte McLuhan 1967 fest und zeigte auf, dass neue Medien nicht nur die Art und Weise der Kommunikation verändern, sondern auch Wahrnehmung und Denken der gesamten Gesellschaft verändern.

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This fact merely underlines the point that “the medium is the message” because it is the medium that shapes and controls the scale and form of human association and action. (Marshall McLuhan)

Digitale Transformation wird nicht nur Korrekturen oder Verbesserungen an Bestehendem auslösen, sondern das Bildungssystem in seiner Konstruktion verändern. Lernen und Lehren, Inhalte und Wege müssen neu gedacht werden. Dieser Veränderungsprozess braucht eine Vision, ein Ziel, auf das Umgestaltungen und Entwicklungen hinarbeiten und das sicher immer wieder an neu angepasst werden muss.

Die Zukunft der Bildung liegt in einem "blended approach". Lernen, jedenfalls das, was wir bisher darunter verstanden haben, reicht im 21. Jahrhundert nicht mehr aus. Fakten sind verfügbar - immer einen Click entfernt. Ich muss aber in der Lage sein, Fakten zu recherchieren, zu bewerten, einzustufen, zu verarbeiten, zu verbinden - neues Wissen, neue Zusammenhänge herzustellen und dieses zu erklären und zu präsentieren. Dabei findet Lernen meist nicht als Einzelleistung statt. Der Lernprozess muss auch um die Dimension sozialer Interaktion erweitert werden. Lernprozesse sind maßgeblich von soft skills geprägt. Kommunikation, Teamarbeit, positive Grundeinstellung, Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem und anderen Meinungen sind unabdingbare Voraussetzung und wichtiger denn je und sollen Grundlage für ein lebenslanges Lernen sein.

Der Veränderungsprozess im Bildungsbereich hat schon eingesetzt. Schulen sind unterschiedlich weit im Zuge der digitalen Transformation vorangekommen. Meist wurde auf das WAS fokussiert - Software, Ausstattung, Technik. Notwendig ist die Klärung der Frage, WIE gelernt werden soll. Wenn man davon ausgeht, wie sich Arbeiten durch Digitalität verändert, kann man dies auf schuliche Prozesse übertragen:

  • agiles Arbeiten
  • Arbeiten in Projekten
  • flexible Gruppen
  • zeit- und ortsunabhängig

Schule als Lernraum

Schule soll ein Ort des Lernens im Sinne von Kollaboration, Austausch und kritischer Reflexion bleiben. Schüler*innen treffen sich, um Inhalte gemeinsam zu erfassen, zu erschließen, zu bearbeiten. Solch eine fordernde Arbeit - und nichts anderes als Arbeit ist es - sollte unter optimalen Bedingungen ablaufen. (siehe auch weiter unten: Schule als Gebäude)

Betrachtet man diese Lernzeit in Schule als Arbeitsprozess wird einem schnell klar, dass hier die Prozesse gemäß der Enstehungszeit von Bildungseinrichtungen (auch so ein schönes Wort :( - erinnert mich an Kaserne oder Gefängnis) noch in den Strukturen der Industrialisierung und der Fließbandarbeit ablaufen: Zeit-, Raum- und Organisationsstruktur.

Agiler Arbeiten wird in der Wirtschaft gefordert, weil die schnelle Reaktion auf Veränderungen mit den alten Methoden nicht in ausreichendem Maße möglich sind. Schule soll  da anders sein? Warum? Schule ist Teil der Gesellschaft und steht auch genau vor diesen Herausforderungen. Warum also nicht mit agilen Methoden in Schule arbeiten? Tools/Arbeitsmethoden wie Scrum, Kanban ( hier ein Beispiel: Kanban for Kids)oder Trello (Andre Hermes hat zum Einsatz von Trello im Geographieunterricht beim @excitingEdu ein Beispiel vorgestellt) bieten sich vor allem bei Projektarbeit an, die einen höheren Stellenwert beim Lernen einnehmen muss. Wer würde abstreiten, dass Arbeiten in starren, unflexiblen Gruppen überholt ist? Man sucht sich Kooperationspartner, Leute, die für die Erledigung der Aufagbe hilfreich sind, mit denen man gut zusammenarbeiten kann - entsprechend der Projekthematik und -herausforderung. Für Schule bedeutet das fächerübergreifend (Sind Fächer unserem heutigen Verständnis nach noch nötig oder müssten sie inhaltlich neu bstimmt werden?) und jahrgangsübergreifend (Lässt sich Wissensstand verbindlich an Altersklassen binden?) lernen.

Damit dieses fächer- und jahrgangsunabhängige, projektorientierte Arbeiten funktionieren kann, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein - ganz lapidare Grundvoraussetzungen:

genügend Personal - zum Begleiten, Anleiten, Material zur Verfügung stellen, Bewerten (nicht benoten), Beraten, Organisieren, ...

technische Ausstattung - Papier (ja, auch das wird es noch geben ;)), Materialien zum Erstellen von Präsentationen in allen Varianten, Breitbandanschluss, WLAN, Aufnahmegeräte, Beamer, ... alles frei auswählbar

räumliche Ausstattung - ausreichend vorhandene und entsprechend ausgestattete Rämlichkeiten für GA, PA, Projektarbeit, ...

Da Lernen nicht Selbstzweck ist, sollte Schule allgemein und speziell die Projekte in die bestehenden örtlichen Gegebenheiten eingebunden werden. So wird auch  moralisches, ethisches sowie soziales Lernen einbezogen und den Schüler*innen bewusst gemacht, wie wichtig ihr Beitrag zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft ist.

Schule als Lehrraum

Aus der Perspektive der Lehrer gesehen ist und bleibt Schule Arbeitsplatz. Allerdings sollte der eigentliche Arbeitsplatz auch vorhanden sein - mit ausreichend technischer Ausstattung (s.o.) Das Vorhandensein eines schulischen Arbeitsplatzes ist wichtige Voraussetzung für ein effektives, kooperatives Arbeiten im Kollegium bei Planung, Gestaltung und Reflexion von Unterricht.

Und die Arbeit ist nicht nur im Sinne der o.g. Aufgaben (siehe "genügend Personal") zu verstehen, sondern schließt auch die Teamarbeit untereinander und die Fortbildung mit ein. Gerade letzteres wird sich ändern müssen - weg von zentral vorgegebenen Veranstaltungen mit frontalem Input hin zu Micro-Fortbildungen an den Schulen selbst - von Kollegen für Kollegen, in Netzwerken der Schulen und Kollegen, zum produktiven Austausch. Hier zwei Beispiele dazu, von Elke Noah und Frau Sonnig. Auch webinare und MOOCs sind Angebote, die mehr Beachtung im schulischen Bildungsbereich finden müssen. Ein nahezu unerschöpfliches Angebot bietet Jürgen Wagner mit seinen Globinaren. Ebenso wird in der Lehrtätigkeit mehr der Bezug zu außerschulischen Lernorten und damit die Kooperation mit anderen Partner eine Rolle spielen. Dies müssen Lehrpersonen auch zeitlich leisten können, heißt - es muss ein ausreichendes Stundenvolumen dafür zur Verfügung stehen.

Schule als Organisation

Der erste Gedanke, der mir zu diesem Gesichtspunkt in den Sinn kommt, ist Organisation als Lebewesen. Ich denke, dieser Vergleich ist auch treffend, denn Schule funktioniert wie ein lebender Organismus. Ein optimales Zusammenspiel aller "Zellen" (Schülerinnen, Lehrinnen, Eltern, Kommune, ...) ist für ein erfolgreiches Funktionieren und Wachsen notwendig. Die Abläufe müssen gut aufeinander abgestimmt sein und dafür ist Kommunikation entscheidend. Digitale Kanäle mit entsprechendem Datenschutz und Zugriffsrechten sowie der Möglichkeit der Kooperation zum Planen, Erstellen und Bearbeiten - hört sich für mich im Jahr 2018 eigentlich nicht unbedingt nach Wunschdenken an, sondern sollte Realität sein. Damit Schule auch so funktionieren kann, muss Schulleitung als Team geführt und mehr Entscheidungsfreiheiten für ihre Schule haben.

Schule als Gebäude

Andere Anforderungen benötigen andere räumliche Möglichkeiten. Für projektbasierten Unterricht, jahrgangsübergreifend, fächerübergreifend - für Schule, die nicht mehr der Schule in den heutigen Strukturen von Klassen, Klassenlehrer, mit Versetzung und schriftlichen Prüfungen entspricht, bedarf es auch eines neuen Raumkonzepts: mehr Räume unterschiedlicher Größe - kombinierbar, stabiles WLAN, Beamer, Breitbandzugang, "Kulturzugangsgeräte", Tafel, Bücher/Bibliothek, Makerspace, Schulgarten, grünes Klassenzimmer, Sportplätze, ... Schule muss als Ort der Präsenz und Kooperation, aber auch der globalen Vernetzung dienen.

Schule und Lernzeit

Sehr unklar ist für mich noch die Frage der Zeitstruktur. Lernen und Lehren wird im Zuge der digitalen Transformation nicht mehr orts- und zeitgebunden stattfinden (müssen). Sehr wohl aber werden Ort und Zeit zur Zusammenarbeit eine Rolle spielen. Digitale Werkzeuge und Arbeitsweise ermöglichen eine Kooperation, aber nicht immer wird der digitale Workflow genügen, der persönliche Kontakt ist für eine gute Zusammenarbeit hilfreich und sollte auch in der Schule nicht vernachlässigt werden. Teamarbeit, Diskussionen, Feedback, ... brauchen auch "face to face"-Momente. Schüler*innen sollte aber auch Möglichkeiten eingeräumt werden, von anderen Lernorten aus zu arbeiten. Dies bedeutet Zeitstruktur in der Schule (Anwesenheitspflicht, Stundenvolumen, Lehrerstunden, ...) neu zu denken.

Schule und Bewertung

Ein immer wieder diskutiertes Thema. Sowohl Befürworter als auch Gegner führen Argumente ins Feld, die zu bedenken sind. Es sollte aber nicht die Abrechenbarkeit von Leistungen im System Schule entscheidend sein, sondern die Frage der Förderung von Bildung und Erziehung junger Menschen, damit ihnen nach ihrer Schulzeit eine echte, aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird. Unter dieser Betrachtungsweise stellt sich die Frage der Notwendigkeit von Benotungen wie in der jetzigen Praxis gehandhabt. "Formative Assessment" wird eine entscheidende Rolle spielen müssen, denn prozessbegleitendes, motivierendes Feedback ist das, was Lernprozesse wirklich unterstützt und Lernzuwachs sichert. Dies muss sich auch auf Prüfungen und Abschlüsse auswirken. Für mich ist die logische Konsequenz eine Prüfung der aufnehmenden Einrichtung, also Eignungstests, die auf die Qualitäten fokussieren, die für die z.B. berufliche Richtung, die eingeschlagen werden soll, wichtig sind. So verlieren allgemeine Durchschnitte ihre Bedeutung, aber ein Nachweis für die wirklich erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten kann geprüft werden.

Im Verlauf der digitalen Transformation werden mehr Fragen aufgeworfen als gelöst. Dies ist aber nicht anders als in jedem anderen Entwicklungsprozess vergleichbarer Dimension. Jetzt kommt noch der Zeitdruck hinzu, der eine schnelle Anpassung auf Grund der rasanten technischen Entwicklungen erfordert. Jeder Lehrperson sollte klar sein, dass sie sich mit den Fragen zur Zukunft der Bildung beschäftigen muss. Ein Abwarten ist nicht möglich!

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Technische Grundausstattung - Wunschdenken https://ibieler.com/blog/edu/technischegrundausstattung blog/edu/technischegrundausstattung Sat, 09 Sep 2017 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Technische Grundausstattung? Mindestanforderungen?
Diesen Monat haben die Bildungspunks in ihrer Beitragsparade dazu aufgerufen, über diese Fragen nachzudenken.

An meiner Schule wird hinsichtlich der Ausstattung kaum diskutiert, da diese mehr schlecht als recht ist. Da ist man automatisch mit wenig zufrieden bzw. sucht und findet eigene Lösungen - zum Beispiel der Kauf eines eigenen Beamers.

Ausgangslage an meiner Schule (ca. 750 Schüler, 4 Gebäude - weit auseinanderliegend):

  • Tafeln und Kreide in jedem Raum ;)
  • OHP in jedem Raum
    -1 Whiteboard
    -28 Laptops in einem Gebäude
    -WLAN (aber nicht stabil) in nur einem Gebäude, nur für Lehrer
  • Handyverbot für Schüler

Wenn ich mir Ausstattung vorstelle, dann eigentlich immer im Zusammenhang - was will/kann ich damit machen. Die technische Umsetzung überlasse ich gern anderen. Ich will damit arbeiten und es soll funktionieren. ;)
Deshalb habe ich versucht, diese Dinge, Ausstattung und Nutzung, aufzulisten. Hier meine Gedanken:

sketchnoteausstattung

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell 4.0 International Lizenz.

Dies sind die ersten Überlegungen. Sicher ist die Aufstellung noch erweiterbar. Wer da Tipps hat, immer her damit. Unsere Schule arbeitet gerade an einem Medienkonzept und ich wäre für inspirierende Hilfe dankbar.

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cloudschool - mein persönliches Lernmanagementsystem https://ibieler.com/blog/tools/cloudschool blog/tools/cloudschool Sat, 02 Sep 2017 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

start

Wie organisiere ich meine Materialien als Lehrer? Eine Frage, die sich schon im Referendariat stellt und eigentlich bis zum Karriereende bestehen bleibt. Neue Materialien, egal ob Texte, Arbeitsblätter, Tests, Klausuren ect., kommen in einem ständigen Strom dazu. Verwalten, Aufbereiten und vor allem Wiederverwenden - dazu bedarf es einer gewissen Ordnung.

Im digitalen Zeitalter sollte es eigentlich kein Problem sein - alles ist nur einen Klick entfernt. Das setzt natürlich ein digitales Notizprogramm voraus. Ich verwende Evernote und bin sehr zufrieden damit. Aber irgendwie war es noch nicht das Richtige, um das Material oder die Aufgaben in der Schule zu präsentieren und allen SchülerInnen zugänglich zu machen.

Ein Lernmanagementsystem musste her. Das Angebot ist groß und vielfältig. An meiner Schule existiert kein LMS und wir haben auch denkbar schlechte technische Voraussetzungen (kein flächendeckendes WLAN, Handyverbot, sehr schlechte Netzabdeckung). Für mich wichtige Kriterien waren: Schüler*innen sollten ohne Anmeldung auf die Materialien zugreifen können, ich wollte Aufgaben, Texte, Bilder und Links problemlos integrieren können und die SchülerInnen sollten auch über dieses System schriftliche Aufgaben einreichen können.

Meine Wahl fiel auf CLOUDSCHOOL - ein von australischen Lehrern entwickeltes, kostenloses Lernmanagementsystem - plattformunabhängig. Eine Internetverbindung ist erforderlich - dann kann man darauf zugreifen, egal ob Smartphone, Tablet oder PC - also ideal auch für BYOD.

Als Lehrer lege ich meinen Account an und SchülerInnen greifen über diesen auf die entsprechenden Materialien zu.

Geordnet wird alles in Kursen. Bei mir entspricht das jeweils einem Fach in einer bestimmten Klassenstufe, beispielsweise für die 5. Klasse Geschichte und einem entsprechenden Thema - Beispiel Griechenland. Daraus ergibt sich die Bezeichnung G5 Griechenland - für die Schüler*innen leicht nachzuvollziehen. Der Kurs erhält den Namen, wenn gewünscht eine Beschreibung und man kann den Zugriff auswählen:

setting

Innerhalb des Kurses kann ich dann einzelne Stunden organisieren, die ich aus Vorlagen auswählen kann. Bei mir sind dies immer die leeren Vorlagen. Da habe ich den meisten Spielraum.

Nun kann ich in jedem Kurs verschiedene Stunden anlegen und diese einzeln, genau wie auch den gesamten Kurs, freischalten, d.h. für SchülerInnen sichtbar machen oder wieder "verstecken". Diese Funktion finde ich sehr praktisch. Nach Beendigung des Themas "verberge" ich den Kurs oder auch einzelne Stunden wieder. Dadurch bleibt für die Schüler*innen das Angebot übersichtlicher.

stunden

In den einzelnen Stunden gebe ich meist über das Textfeld die unterschiedlichen Erläuterungen, Aufgaben oder Beispiele ein. Sehr praktisch ist die Möglichkeit Links zu setzen. So habe ich bestimmte Spiele (LerningApps, LearningSnacks) integriert, aber auch auf Aufgaben auf der segu-Geschichte-Plattform oder Videos verlinkt. Die Schüler brauchen nicht lange suchen, finden sofort die zur Arbeitsanweisung gehörende Aufgabe.

aufgabe

Hausaufgaben können auch über cloudschool "eingesammelt" werden. Damit ich die Arbeiten zuordnen kann bespreche ich mit den Schüler*innen die Kennzeichnung, die sie verwenden sollen. Ein persönliches Feedback für jeden Schüler ist möglich.

bewertung

Für mich ist cloudschool ein wichtiges Tool im Unterricht. Aufgabenstellungen, Tafelbilder Videos lassen sich über Beamer nutzen. Die Schüler kennen so die Plattform und finden sich zurecht. Zu Hause können sie dann sehr leicht die Aufgaben nachvollziehen und Lernstoff wiederholen, Hausaufgaben erledigen oder auch die Lernspiele nutzen. Als Arbeitsplattform im Unterricht kann ich das LMS auf Grund der schlechten technischen Ausstattung nicht bzw. nur für über den Beamer nutzen. Aber trotz allem ist es für Schüler*innen ein leicht handhabbares Werkzeug, um auch zu Hause Lernstoff zu wiederholen und zu bearbeiten.

Im Laufe der Zeit kommen mehr und mehr Stunden dazu und man besitzt dann ein Art große Bibliothek, aus der man bei Bedarf nur das entsprechende Buch (Stunde) ziehen braucht. Ich kann die jeweiligen Einheiten jedes Jahr wieder freischalten, leicht verändern und nutzen. Allerdings muss ich auch sagen - die Abwechslung macht's. Ich würde nie in jeder Unterrichtsstunde auf cloudschool zugreifen. Aber schön wenn man es kann - Material geordnet, aufbereitet und  einsatzbereit.

Cloudschool bietet auch noch andere interessante Funktionen. Zum Beispiel könnte man über die Plattform eine Schülerdiskussion führen. Da aber bei uns die Netzabdeckung sehr schlecht ist, lohnt sich diese Funktion für mich nicht (Bei einem Versuch hatten von 22 Schülern  nur 6 Empfang), aber für andere könnte das eine wichtige Option sein.

Also, einfach mal testen - es lohnt sich.

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Workflow mit classei im Lehreralltag https://ibieler.com/blog/workflow/classei blog/workflow/classei Sat, 02 Sep 2017 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Der Monat August ist vorbei und damit die ersten dreieinhalb Wochen des neuen Schuljahres. In den letzten beiden Wochen vor Schulstart habe ich mein analoges Ablagesystem auf Classei-Mappen und Stehsammler umgestellt - um nicht zu sagen: revolutioniert ;) und zwar dank des Beitrags von Marcel Spitau bei den Bildungspunks. Dies ist also ein Ergänzungsbeitrag zum April-Thema Daten-Ablage.

An der Wortwahl ist meine Begeisterung zu spüren, ich bin überzeugt und empfinde es als eine enorme Erleichterung im Alltag. Das ist eine sehr persönliche Sichtweise und liegt vielleicht an meinem bisherigen (chaotischen, nicht wirklich vorhandenen) Ordnungssystem.

Ich bin Lehrerin für 3 Fächer: Deutsch, Geschichte und Englisch. (Ja, ich weiß - blöde Wahl. Alles korrekturintensive Fächer, aber ich habe nach Interesse gewählt.). Im Laufe von mehr als 20 Jahren des Unterrichtens haben sich "Tonnen" von Papier angehäuft. Dies resultiert vor allem aus der vor-digitalen Zeit und der Tatsache, dass ich, wie sicher viele Lehrer, glaubte, man könnte ja das Arbeitsblatt oder den Test oder die Klausur nochmal gebrauchen. Hinzu kommen auch zahlreiche Folien für OHP, die bei uns an der Schule leider noch zur Standardausstattung gehören.

Classei gibt mir die Möglichkeit, alles in kleinen Portionen zu sortieren und durch die Mappen und entsprechende Kennzeichnung griffbereit zu haben. Ich versuche wirklich, die Materialien sehr genau zu trennen und zu bezeichnen. Vieles kann man an verschiedenen Stellen (Jahrgänge, Fächer, FoBi) einsetzen und will nicht erst lange überlegen, in welcher Rubrik man es abgelegt hat. So habe ich zum Thema Epik-allgemein in Sek. II einzelne Mappen für Theorie, Folien, Tests, Referatsthemen, Klausuren und natürlich für einzelne Werke.

beschriftung

Was ich als den größten Vorteil empfinde, ist das Nicht-Lochen-und-Abheften-Müssen. Kein Ordner, den man erst aufschlagen und mühsam nach der richtigen Stelle absuchen muss, um dann mit der Heftung zu kämpfen. Ein weiterer Pluspunkt ist das "Befüllen" der Mappen. Einmal gekennzeichnet und einsortiert, reicht oft schon ein Beiseiteschieben im Stehsammler und man kann die entsprechenden Papiere hineingleiten lassen. Die Ordner nahmen viel Platz weg. Einige konnte ich schon entsorgen und habe enorm an Stauraum gewonnen - und viel besser noch: an Überblick.

kaesten

Natürlich habe ich noch längst nicht alles eingeordnet. Nach und nach im Laufe des Schuljahres baue ich das System auf und aus. So hoffe ich, auch festzustellen, was am Ende wirklich entsorgt werden kann.

Die beste Idee überhaupt ist das 43-Ordner-System. Jeder Tag eine Mappe, jeder Monat eine Mappe - und mein Chaos ist beherrschbar. Die vielen Dinge, die bei einem Lehrer täglich eintrudeln - Infos von Schülern, Hinweise von der Fachschaft, Tests, Terminansagen in bestimmten Klassen, ... Früher landete das alles im Lehrerkalender, der immer mehr anschwoll und am Ende eigentlich nur noch aus fliegenden Zetteln bestand, die zeitaufwändig durchsucht werden mussten. Meist mit dem Ergebnis, dass man das, was man gesucht hatte, garantiert nicht gefunden hat. Jetzt habe ich eine Pendelmappe, die ich täglich mitnehme und die jeglichen Papierkram aufnimmt. Zu Hause wird einmal ausepackt und in die 43-Ordner sortiert - gleich zu dem gewünschten Termin. Endlich hört das Suchen auf. Meinen 11er Kurs Geschichte habe ich nächsten Dienstag - 3 Schüler haben den Test nicht mitgeschrieben, also zum nächsten Dienstag ablegen. Und jetzt kommt das Beste: Und vergessen!!! ;)

ueberblick

So wie die Unterlagen in der entsprechenden Tagesmappe verschwinden, bin ich sicher, dass ich sie am Abend vorher rausnehme und nicht vergesse. Entspannterer Umgang mit der Zettelwirtschaft, die ja leider nicht weniger geworden ist. Da an meiner Schule bis jetzt alles analog läuft, kann ich so die Papierberge bewältigen.

Eine weitere Neuanschaffung, über die ich froh bin, ist mein Taschenbegleiter "RoterFaden". Für die Noten brauche ich den analogen Lehrerkalender sowieso nicht, sondern eher als Gedächtnisstütze - Stundenplan, Raumplan und Sitzpläne. Dank der Klammern sitzt alles an der richtigen Stelle, nichts geht mehr verloren.

roterfadenoffen

In diesem Jahr habe ich das Gefühl organisierter und strukturierter gestartet zu sein. Hoffe, es ist nicht nur ein Gefühl! ;)

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Daten, Daten, Daten - ein Problem in Schule? https://ibieler.com/blog/edu/daten blog/edu/daten Sat, 08 Jul 2017 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

Die Beitragsparade der @Bildungspunks für den Monat Juli lädt zum Nachdenken über Fragen des Umgangs mit Daten ein.
Datenschutz, Datensicherheit, Datenspeicherung sind Reizwörter in der Bildung. Lösungen für den Umgang mit Daten werden gefordert, aber kaum umfassend gefunden.

Daten sollen Kommunikation, Kollaboration und auch Kreativität fördern.
Welche Erwartungen haben LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern dahingehend?
Ich habe versucht, die Wünsche und Bedenken aufzulisten, die mir in Gesprächen mit KollegenInnen, aber auch SchülerInnen und Eltern immer wieder begegnet sind.

daten

Die verschiedenen Punkte sind im folgenden SlideWiki (CC BY SA 4.0)  zusammengefasst.

Ich freue mich über Ergänzungen, Erweiterungen und natürlich auch Lösungsvorschläge.

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edtechleipzig https://ibieler.com/blog/events/edtechleipzig blog/events/edtechleipzig Sat, 06 May 2017 00:00:00 +0000 Bei den Links handelt es sich um externe Links.

blick

Freitag, 5. Mai 2017, Leipzig - Thomas Haubner von tutory.de hatte zum 1. EdTech-Treffen geladen und viele Bildungsinteressierte kamen. Ich habe eine Menge von diesem Treffen mitgenommen - wichtig war mir vor allem, Leute aus der Gegend zu treffen, die an digitaler Bildung interessiert sind. Bis jetzt hatte sich bei mir der Eindruck verstärkt, dass Mitteldeutschland noch den digitalen Dornröschenschlaf träumt. Aber es tut sich was!

gruppe

Nicht nur Lehrer hatten sich eingefunden, auch Studierende, Hochschullehrer, Startup Gründer, ... - aus verschiedenen Bereichen also und mit dem Wunsch, sich zu vernetzen, Probleme zu diskutieren und Lösungen anzustoßen. Ein Konzept, das mir sehr gut gefällt - als Bildungspunk! ;) Ein erster Schritt ist getan! Und der nächste geplant: nach den Sommerferien soll es ein Mini-Barcamp geben.
Schön zu sehen, dass sich auch hier in Mitteldeutschland in der Bildungslandschaft die digitale Entwicklung nicht aufhalten lässt. Ich freue mich dabei zu sein und hoffe auf Gelegenheiten zum Austausch. Gemeinsam lassen sich Probleme besser angehen, denn viele Köpfe haben auch viele Ideen. Vielleicht finden sich auch noch weitere Interessierte, die dazu stoßen!

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